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Börsennews für Börsenpeople
Verfasst am 01.11.2011 um 22:20, Autor: Genuss.Magazin
Oh, Saft
Orangensäfte im Test
Das gehört für Sie zu einem perfekten Sonntagmorgen? Lange schlafen. Die Sonntagszeitung. Und ein ausgiebiges Frühstück mit frischem Gebäck, einem weichen Ei und einem Glas frisch gepressten Orangensaft. Jawohl, so lässt es sich leben! Doch gerade der Fruchtsaft kann zu sonntagmorgendlichen Unstimmigkeiten im familiären Wochenendidyll führen. Wer opfert sich und steht zugunsten der frisch hergestellten Köstlichkeit etwas früher auf? Wer presst die unzähligen Früchte aus? Und vor allem: Wer reinigt den Entsafter – inklusive der gesamten Küche – nach dem feucht-klebrigen Orangen-Massaker? Da ist es doch viel einfacher, zu einem der bereits kundenfreundlich verpackten Saftpackerl zu greifen und am Sonntag heißt es dann nur noch: Schraubverschluss auf und rein in das Glas mit dem gelb-fröhlichen Aroma sonnenverwöhnter Orangen. Doch halt, so einfach ist es nicht. Denn Saft ist nicht gleich (Direkt-)Saft – und schon gar nicht gleich Nektar.
Obwohl es sich auf den ersten Blick um dasselbe Getränk handelt, gibt es doch erhebliche Unterschiede zwischen Direktsaft, Saft, Nektar und Fruchtsaftgetränk, die genau in der geltenden Fruchtsaftverordnung geregelt sind. In den heimischen Supermärkten tragen die meisten Produkte die Bezeichnung „Orangensaft aus Orangensaftkonzentrat“. Klingt kompliziert, und zumindest die Herstellung dieses Konzentrats ist es auch. Die Orangen werden noch im Ursprungsland – der mit Abstand größte Exporteur von Orangensaftkonzentrat ist mit 1,25 Millionen Tonnen jährlich Brasilien – der Größe nach sortiert und ausgepresst. Einzeln wohlgemerkt, sodass keine Schale in das Konzentrat gelangt und ihm so einen bitteren Geschmack verleiht. Anschließend werden dem Konzentrat die Aromastoffe entnommen, damit diese bei der Weiterverarbeitung nicht verloren gehen. Im nächsten Schritt wird dem Saft das Wasser entzogen und so auf etwa ein Siebtel seines Volumens verdichtet. Schließlich wird das Konzentrat eingefroren, um es leichter transportieren zu können. In Österreich angekommen, verdünnen es die Hersteller wieder mit Wasser und den entnommenen Aromastoffen. Farb- oder Konservierungsstoffe dürfen keine zugesetzt werden, nur Zucker darf dazu (bis zu 15 Gramm pro Liter), wenn die Ausgangsfrüchte einen wetterbedingten Mangel an Zucker aufweisen. Direktsäfte gelten unter den meisten Verbrauchern als das hochwertigste Orangengetränk. Diese Säfte gehen gleich nach dem Pressen und Pasteurisieren mitsamt Aromen und Wasser auf die Reise. Das industrielle Entziehen von Wasser und anschließendes Zurückführen in den Originalzustand entfällt hier. Orangennektar und Orangensaftgetränk sind hingegen verdünnte Zubereitungen, die aus Anteilen von Orangensaft (beim Nektar mindestens 50 Prozent, beim Saftgetränk mindestens sechs Prozent), Wasser und anderen Zutaten wie zum Beispiel Zucker bestehen.
Egal, ob Saft oder Nektar – Basis der fruchtigen Erfrischungen ist immer eine kleine, runde, orange Frucht. Ihr Name leitet sich vom spanischen „Naranja“ und dem arabischen „Narandsch“ ab. Im Laufe der Zeit wurde der Anfangsbuchstabe N in anderen Sprachen durch andere Konsonanten ersetzt, wie etwa im Portugiesischen „laranja“. Irgendwann entstand schließlich der Name „Orange“. Aber auch der Begriff „Apfelsine“, wie die Orange in Deutschland heißt, hat seine Wurzeln an einem fernen Ort: Er stammt vom chinesischen Wort „Sinaasapfel“ ab, was soviel heißt wie „chinesischer Apfel“. Von dort stammt die Orange ursprünglich auch. Sie entstand aus einer Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse und begann ihren Siegesfeldzug über Europa bereits im 11. Jahrhundert in Italien. Ab dem 16. Jahrhundert begann man, in Europa Orangerien zu bauen, denn das Ziehen von Orangenbäumchen war unter Adeligen plötzlich irrsinnig en vogue und Gewächshäuser für die sensiblen Pfl anzen schossen wie Schwammerl aus dem Boden. Heute gilt die Orange als die am meisten angebaute Zitrusfrucht der Welt und es existieren mehr als 1.000 verschiedene Sorten.
Die Orange ist mit ihrer hübschen, knall-orangen Farbe nicht nur schön anzusehen und schmeckt auch noch köstlich, sie ist auch sehr gesund. Kaum eine andere Frucht hat derartig viele Vitamine und Nährstoffe zu bieten wie sie. Besonders jetzt, wenn der Sommer vorbei und die kalten Monate vor der Türe stehen, beginnt ein regelrechter Run auf die gesunde Zitrusfrucht. Schließlich ist jeder bemüht, die kalte Jahreszeit möglichst erkältungsfrei zu überstehen. Und da ist der Griff zur Orange genau das Richtige, denn gerade wenn es um das begehrte Vitamin C geht, ist sie ganz vorne mit dabei. Eine 100 Gramm schwere Frucht enthält etwa 50 Milligramm Vitamin C – und das entspricht bereits der Hälfte des empfohlenen Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Die Orange als Vitaminquelle enthält jedoch nicht nur Vitamin C, sondern viele weitere Inhaltsstoffe, die der Körper benötigt, um einen anstrengenden Tag mit Bravour zu meistern. Die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Phosphor machen die Orange besonders wertvoll für eine gesunde Ernährung. Auch B-Vitamine wie Vitamin B6 und B12 unterstützen körpereigene Funktionen wie die Energiegewinnung, die Blutbildung oder das Wachstum. Vielleicht ist dieses Wissen einer der Gründe, weshalb man sich nach dem Genuss einer Orange oder eines Glases mit frisch gepresstem Orangensaft so wohl fühlt. Selbst Figurbewusste brauchen sich vor der Orange nicht zu fürchten, denn sie ist das genaue Gegenteil einer Kalorienbombe. Mit null Gramm Fett und 42 Kalorien pro 100 Gramm zählt die Zitrusfrucht zu den wahren Schlankmachern. Dadurch kann sowohl die Orange selbst als auch frisch gepresster Orangensaft ohne schlechtes Gewissen konsumiert werden.
In Mittel-Europa ist der Orangensaft in den vergangenen Jahren dabei, dem Apfelsaft seinen Spitzenrang abzulaufen. Die Importzahlen belegen dies eindrucksvoll. Jedes Jahr werden 650.000 Tonnen Orangensaft nach Europa importiert. Nur eines muss einem klar sein: An das intensive Orangenaroma und den deutlich süßen Geschmack von frischem Orangensaft kommen selbst die guten Säfte aus dem Supermarkt nicht heran. Wer also Zeit und Muse hat, sollte sich seinen Orangensaft selbst auspressen. Das beste Ergebnis erzielen Sie mit Saftorangen. Diese sind kleiner als die allgemein bekannten Orangen, haben eine dünnere Schale und zarteres Fruchtfl eisch. Vor dem Auspressen rollen Sie die Orange kräftig auf der Arbeitsfl äche hin und her. Dadurch löst sich das Fruchtfl eisch von der inneren Seite der Schale ab und die Orange wird so ein wenig ergiebiger. Wer dann doch lieber zum praktischen Saftpackerl greift, sollte sich vorher unser Verkostungsergebnis ab Seite 58 ansehen. Damit Sie beim Genuss des Saftes nicht aus der (Orangen-) Haut fahren.
Orangen und Wein sind ein wahres Traumpaar – das weiß man schon seit Jahrhunderten. So berichtet bereits ein altes chinesisches Naturheilkundebuch aus dem 16. Jahrhundert von der positiven Wirkung des Orangenweins auf junge Mütter: Haut und Muskeln sollen nach der Geburt durch das Mischgetränk gestrafft werden. Als der Orangenwein schließlich auch den europäischen Kontinent erreichte, wurde ihm primär heilende Fähigkeiten bei Magen- und Leberbeschwerden zugeschrieben. Auch heute noch wird ihm nachgesagt, dass er bei Verdauungsproblemen, Appetitlosigkeit und Schwäche helfe. Orangenwein lässt sich ganz leicht selbst herstellen. Dazu verrühren Sie 750 Milliliter Wein mit 160 Milliliter Obstschnaps, dem Mark von einer Vanilleschote, einer halben Zimtstange und 150 Gramm Zucker. Schneiden Sie fünf Orangen und zwei Zitronen in Scheiben und füllen sie zusammen mit dem Wein-Zucker-Gemisch in ein großes Gefäß ab. Verschließen Sie dieses gut, schütteln es und lagern es vier Wochen an einem kühlen, dunklen Ort. Dann können Sie den Wein durch ein Tuch sieben und in dekorative Flaschen abfüllen.
Saftige Orangen aus dem eigenen Garten? Mit dem Orangen-Pfl anzset von 3 Pagen geht das nun ganz leicht. Züchten Sie Ihren Orangenbaum am besten im Kübel und er wird Sie mit weißen, zart duftenden Blüten belohnen. € 9,90, www.3pagen.at
Die formschöne, schlichte Saftkanne und die dazu passenden Becher aus der „Koziol your Basics“-Serie versprechen gleich fünffaches Trinkvergnügen – und machen den Alltag einfach ein bisschen fröhlicher. Saftkanne: € 11,95, Becher (4er-Set): € 5,95, www.design-3000.de
Mit dieser formschönen Edelstahl-Orangenpresse von Rosenstein & Söhne starten Sie stress-, lärm- und kleckerfei in den Tag. Einfach die Frucht in zwei Hälften schneiden, reinlegen und Hebel herunterdrücken. Dank leistungsstarker 120 Watt strömt sofort köstlicher Saft superfrisch in Ihr Glas. Der absolute Clou für Spülmuffel: Alle abnehmbaren Teile kommen hinterher in die Spülmaschine. € 39,90, www.pearl.de
Die Etagere „Babell“ in fröhlichem Orange eignet sich ganz prächtig, um Obst richtig in Szene zu setzen. Eins, zwei oder drei? Die Elemente der Etagere lassen sich auseinander nehmen und machen auch einzeln eine gute Figur. Auch Gebäck, Süßigkeiten oder Canapés lassen sich so sehr hübsch präsentieren. € 20,95, www.design-3000.de
Orangen sind gesund, schmecken gut und ihr Duft macht glücklich – nur das Schälen gestaltet sich manchmal recht mühsam. Mit „Emma P.“ macht nun aber auch das Entkleiden der frechen Früchtchen richtig Spaß. Die Kunststoffklinge schneidet mühelos in die Schale, der Saft bleibt in der Frucht und die Finger sauber. Ausgezeichnet mit dem Promotional Gift-Award 2006 in silber. € 3,95, www.design-3000.de
Mit der originellen Zitruspresse lassen sich Orangen, Zitronen und Limetten im Handumdrehen ausdrücken, Bug und Heck sind ideale Ausgießer für den Saft. € 7,25, www.design-3000.de
Das Frühstücksbrettchen der nächsten Generation ist multitaskingfähig und kann mit nahezu jedem Essens-Programm installiert werden, es muss nur regelmäßig mit einem Frühstück aufgeladen werden. Mit integriertem Speicher für ein Hühnerei. Marmeladen-Apps gibt es aus dem eigenen Kühlschrank. Und der frisch gepresste Fruchtsaft muss einfach nur von den Orangen downgeloadet werden. € 16,95, www.design-3000.de
Badekugeln rein, Alltag raus: Nach einem stressigen Tag ist es besonders schön, in der heißen Wanne mit einem angenehmen Orangenduft zu entspannen. Und die Haut ist nachher wunderbar seidig-glatt. Eingepackt in kleinen Jutesäckchen sind diese Badekugeln auch ideal als Geschenk. € 3,90 (4er-Set), www.pearl.de
Schluss mit Orangenschalen unter den Fingernägeln. Mit dem scharfen Dorn des Orangenschälers schneiden Sie die hartnäckige Schale nach Belieben und entfernen diese mühelos. Ihre Hände bleiben sauber und die Orange lässt sich perfekt teilen. € 2,90 (2er-Set), www.pearl.de
Jetzt wird das Orangenschälen zum Vergnügen. Einfach einlegen, Handkurbel drehen – fertig! Die Hände bleiben sauber und die Orange heil. Das macht Lust auf mehr: Sogar große Mengen schälen Sie so völlig mühelos und schnell. € 9,90, www.pearl.de
Das Prozedere Wie läuft eine GENUSS.MAGAZIN-Verkostung ab? Im Vorfeld der Verkostung werden die Produkte anonym im österreichischen Lebensmittelhandel eingekauft. Eine Vollständigkeit aller zu diesem Thema erhältlichen Produkte kann jedoch nicht garantiert werden. Vor der Verkostung werden die einzelnen Produkte auf neutrale Schüsseln oder Teller verteilt und mit Nummern versehen („Blindverkostung“). So ist garantiert, dass keiner der Verkoster weiß, welche Produkte welcher Marken getestet werden. Markenimage und persönliche Vorlieben sind damit ausgeschlossen. Die Verkostungsjury besteht aus einem ausgewogenen Personenkreis aus dem gastronomischen Berufsfeld, ausgebildeten Verkostern sowie privaten Genießern. Sie beurteilt jedes Produkt einzeln nach Optik, Geruch und Geschmack, vermerkt ihre Eindrücke und vergibt null bis maximal fünf Punkte. Erst nach Abschluss der Verkostung erfolgt die Auflösung. Nachträglich darf die Punktevergabe nicht korrigiert und keine Bemerkungen hinzugefügt werden. Schließlich werden alle Punkte zusammengezählt und ein Durchschnitt pro Produkt errechnet. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Ergebnissen um die subjektiven Eindrücke der Verkoster handelt.
> Berger P. Peter, Sommelier und Diplompädagoge > Cizek Corinna, Mediaberaterin GENUSS.MAGAZIN > Cvach Elisabeth, HLF-Absolventin und Bankangestellte > Gross Dagmar, Agenturchefin, Diplom-Sommelière, Käse-Sommelière und staatlich geprüfte Weinmanagerin
> Kraft Angelika, Chefredakteurin GENUSS.MAGAZIN
> Mramor Brigitte, Agenturchefin
Die Ergebnisse der Verkostung entnehmen Sie bitte dem unten zum Download bereit gestellten PDF unter "Dokumente zum Thema". - Mehr Genuss-News lesen ...
Das gehört für Sie zu einem perfekten Sonntagmorgen? Lange schlafen. Die Sonntagszeitung. Und ein ausgiebiges Frühstück mit frischem Gebäck, einem weichen Ei und einem Glas frisch gepressten Orangensaft. Jawohl, so lässt es sich leben! Doch gerade der Fruchtsaft kann zu sonntagmorgendlichen Unstimmigkeiten im familiären Wochenendidyll führen. Wer opfert sich und steht zugunsten der frisch hergestellten Köstlichkeit etwas früher auf? Wer presst die unzähligen Früchte aus? Und vor allem: Wer reinigt den Entsafter – inklusive der gesamten Küche – nach dem feucht-klebrigen Orangen-Massaker? Da ist es doch viel einfacher, zu einem der bereits kundenfreundlich verpackten Saftpackerl zu greifen und am Sonntag heißt es dann nur noch: Schraubverschluss auf und rein in das Glas mit dem gelb-fröhlichen Aroma sonnenverwöhnter Orangen. Doch halt, so einfach ist es nicht. Denn Saft ist nicht gleich (Direkt-)Saft – und schon gar nicht gleich Nektar.
Obwohl es sich auf den ersten Blick um dasselbe Getränk handelt, gibt es doch erhebliche Unterschiede zwischen Direktsaft, Saft, Nektar und Fruchtsaftgetränk, die genau in der geltenden Fruchtsaftverordnung geregelt sind. In den heimischen Supermärkten tragen die meisten Produkte die Bezeichnung „Orangensaft aus Orangensaftkonzentrat“. Klingt kompliziert, und zumindest die Herstellung dieses Konzentrats ist es auch. Die Orangen werden noch im Ursprungsland – der mit Abstand größte Exporteur von Orangensaftkonzentrat ist mit 1,25 Millionen Tonnen jährlich Brasilien – der Größe nach sortiert und ausgepresst. Einzeln wohlgemerkt, sodass keine Schale in das Konzentrat gelangt und ihm so einen bitteren Geschmack verleiht. Anschließend werden dem Konzentrat die Aromastoffe entnommen, damit diese bei der Weiterverarbeitung nicht verloren gehen. Im nächsten Schritt wird dem Saft das Wasser entzogen und so auf etwa ein Siebtel seines Volumens verdichtet. Schließlich wird das Konzentrat eingefroren, um es leichter transportieren zu können. In Österreich angekommen, verdünnen es die Hersteller wieder mit Wasser und den entnommenen Aromastoffen. Farb- oder Konservierungsstoffe dürfen keine zugesetzt werden, nur Zucker darf dazu (bis zu 15 Gramm pro Liter), wenn die Ausgangsfrüchte einen wetterbedingten Mangel an Zucker aufweisen. Direktsäfte gelten unter den meisten Verbrauchern als das hochwertigste Orangengetränk. Diese Säfte gehen gleich nach dem Pressen und Pasteurisieren mitsamt Aromen und Wasser auf die Reise. Das industrielle Entziehen von Wasser und anschließendes Zurückführen in den Originalzustand entfällt hier. Orangennektar und Orangensaftgetränk sind hingegen verdünnte Zubereitungen, die aus Anteilen von Orangensaft (beim Nektar mindestens 50 Prozent, beim Saftgetränk mindestens sechs Prozent), Wasser und anderen Zutaten wie zum Beispiel Zucker bestehen.
Egal, ob Saft oder Nektar – Basis der fruchtigen Erfrischungen ist immer eine kleine, runde, orange Frucht. Ihr Name leitet sich vom spanischen „Naranja“ und dem arabischen „Narandsch“ ab. Im Laufe der Zeit wurde der Anfangsbuchstabe N in anderen Sprachen durch andere Konsonanten ersetzt, wie etwa im Portugiesischen „laranja“. Irgendwann entstand schließlich der Name „Orange“. Aber auch der Begriff „Apfelsine“, wie die Orange in Deutschland heißt, hat seine Wurzeln an einem fernen Ort: Er stammt vom chinesischen Wort „Sinaasapfel“ ab, was soviel heißt wie „chinesischer Apfel“. Von dort stammt die Orange ursprünglich auch. Sie entstand aus einer Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse und begann ihren Siegesfeldzug über Europa bereits im 11. Jahrhundert in Italien. Ab dem 16. Jahrhundert begann man, in Europa Orangerien zu bauen, denn das Ziehen von Orangenbäumchen war unter Adeligen plötzlich irrsinnig en vogue und Gewächshäuser für die sensiblen Pfl anzen schossen wie Schwammerl aus dem Boden. Heute gilt die Orange als die am meisten angebaute Zitrusfrucht der Welt und es existieren mehr als 1.000 verschiedene Sorten.
Die Orange ist mit ihrer hübschen, knall-orangen Farbe nicht nur schön anzusehen und schmeckt auch noch köstlich, sie ist auch sehr gesund. Kaum eine andere Frucht hat derartig viele Vitamine und Nährstoffe zu bieten wie sie. Besonders jetzt, wenn der Sommer vorbei und die kalten Monate vor der Türe stehen, beginnt ein regelrechter Run auf die gesunde Zitrusfrucht. Schließlich ist jeder bemüht, die kalte Jahreszeit möglichst erkältungsfrei zu überstehen. Und da ist der Griff zur Orange genau das Richtige, denn gerade wenn es um das begehrte Vitamin C geht, ist sie ganz vorne mit dabei. Eine 100 Gramm schwere Frucht enthält etwa 50 Milligramm Vitamin C – und das entspricht bereits der Hälfte des empfohlenen Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Die Orange als Vitaminquelle enthält jedoch nicht nur Vitamin C, sondern viele weitere Inhaltsstoffe, die der Körper benötigt, um einen anstrengenden Tag mit Bravour zu meistern. Die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Phosphor machen die Orange besonders wertvoll für eine gesunde Ernährung. Auch B-Vitamine wie Vitamin B6 und B12 unterstützen körpereigene Funktionen wie die Energiegewinnung, die Blutbildung oder das Wachstum. Vielleicht ist dieses Wissen einer der Gründe, weshalb man sich nach dem Genuss einer Orange oder eines Glases mit frisch gepresstem Orangensaft so wohl fühlt. Selbst Figurbewusste brauchen sich vor der Orange nicht zu fürchten, denn sie ist das genaue Gegenteil einer Kalorienbombe. Mit null Gramm Fett und 42 Kalorien pro 100 Gramm zählt die Zitrusfrucht zu den wahren Schlankmachern. Dadurch kann sowohl die Orange selbst als auch frisch gepresster Orangensaft ohne schlechtes Gewissen konsumiert werden.
In Mittel-Europa ist der Orangensaft in den vergangenen Jahren dabei, dem Apfelsaft seinen Spitzenrang abzulaufen. Die Importzahlen belegen dies eindrucksvoll. Jedes Jahr werden 650.000 Tonnen Orangensaft nach Europa importiert. Nur eines muss einem klar sein: An das intensive Orangenaroma und den deutlich süßen Geschmack von frischem Orangensaft kommen selbst die guten Säfte aus dem Supermarkt nicht heran. Wer also Zeit und Muse hat, sollte sich seinen Orangensaft selbst auspressen. Das beste Ergebnis erzielen Sie mit Saftorangen. Diese sind kleiner als die allgemein bekannten Orangen, haben eine dünnere Schale und zarteres Fruchtfl eisch. Vor dem Auspressen rollen Sie die Orange kräftig auf der Arbeitsfl äche hin und her. Dadurch löst sich das Fruchtfl eisch von der inneren Seite der Schale ab und die Orange wird so ein wenig ergiebiger. Wer dann doch lieber zum praktischen Saftpackerl greift, sollte sich vorher unser Verkostungsergebnis ab Seite 58 ansehen. Damit Sie beim Genuss des Saftes nicht aus der (Orangen-) Haut fahren.
Orangen und Wein sind ein wahres Traumpaar – das weiß man schon seit Jahrhunderten. So berichtet bereits ein altes chinesisches Naturheilkundebuch aus dem 16. Jahrhundert von der positiven Wirkung des Orangenweins auf junge Mütter: Haut und Muskeln sollen nach der Geburt durch das Mischgetränk gestrafft werden. Als der Orangenwein schließlich auch den europäischen Kontinent erreichte, wurde ihm primär heilende Fähigkeiten bei Magen- und Leberbeschwerden zugeschrieben. Auch heute noch wird ihm nachgesagt, dass er bei Verdauungsproblemen, Appetitlosigkeit und Schwäche helfe. Orangenwein lässt sich ganz leicht selbst herstellen. Dazu verrühren Sie 750 Milliliter Wein mit 160 Milliliter Obstschnaps, dem Mark von einer Vanilleschote, einer halben Zimtstange und 150 Gramm Zucker. Schneiden Sie fünf Orangen und zwei Zitronen in Scheiben und füllen sie zusammen mit dem Wein-Zucker-Gemisch in ein großes Gefäß ab. Verschließen Sie dieses gut, schütteln es und lagern es vier Wochen an einem kühlen, dunklen Ort. Dann können Sie den Wein durch ein Tuch sieben und in dekorative Flaschen abfüllen.
Saftige Orangen aus dem eigenen Garten? Mit dem Orangen-Pfl anzset von 3 Pagen geht das nun ganz leicht. Züchten Sie Ihren Orangenbaum am besten im Kübel und er wird Sie mit weißen, zart duftenden Blüten belohnen. € 9,90, www.3pagen.at
Die formschöne, schlichte Saftkanne und die dazu passenden Becher aus der „Koziol your Basics“-Serie versprechen gleich fünffaches Trinkvergnügen – und machen den Alltag einfach ein bisschen fröhlicher. Saftkanne: € 11,95, Becher (4er-Set): € 5,95, www.design-3000.de
Mit dieser formschönen Edelstahl-Orangenpresse von Rosenstein & Söhne starten Sie stress-, lärm- und kleckerfei in den Tag. Einfach die Frucht in zwei Hälften schneiden, reinlegen und Hebel herunterdrücken. Dank leistungsstarker 120 Watt strömt sofort köstlicher Saft superfrisch in Ihr Glas. Der absolute Clou für Spülmuffel: Alle abnehmbaren Teile kommen hinterher in die Spülmaschine. € 39,90, www.pearl.de
Die Etagere „Babell“ in fröhlichem Orange eignet sich ganz prächtig, um Obst richtig in Szene zu setzen. Eins, zwei oder drei? Die Elemente der Etagere lassen sich auseinander nehmen und machen auch einzeln eine gute Figur. Auch Gebäck, Süßigkeiten oder Canapés lassen sich so sehr hübsch präsentieren. € 20,95, www.design-3000.de
Orangen sind gesund, schmecken gut und ihr Duft macht glücklich – nur das Schälen gestaltet sich manchmal recht mühsam. Mit „Emma P.“ macht nun aber auch das Entkleiden der frechen Früchtchen richtig Spaß. Die Kunststoffklinge schneidet mühelos in die Schale, der Saft bleibt in der Frucht und die Finger sauber. Ausgezeichnet mit dem Promotional Gift-Award 2006 in silber. € 3,95, www.design-3000.de
Mit der originellen Zitruspresse lassen sich Orangen, Zitronen und Limetten im Handumdrehen ausdrücken, Bug und Heck sind ideale Ausgießer für den Saft. € 7,25, www.design-3000.de
Das Frühstücksbrettchen der nächsten Generation ist multitaskingfähig und kann mit nahezu jedem Essens-Programm installiert werden, es muss nur regelmäßig mit einem Frühstück aufgeladen werden. Mit integriertem Speicher für ein Hühnerei. Marmeladen-Apps gibt es aus dem eigenen Kühlschrank. Und der frisch gepresste Fruchtsaft muss einfach nur von den Orangen downgeloadet werden. € 16,95, www.design-3000.de
Badekugeln rein, Alltag raus: Nach einem stressigen Tag ist es besonders schön, in der heißen Wanne mit einem angenehmen Orangenduft zu entspannen. Und die Haut ist nachher wunderbar seidig-glatt. Eingepackt in kleinen Jutesäckchen sind diese Badekugeln auch ideal als Geschenk. € 3,90 (4er-Set), www.pearl.de
Schluss mit Orangenschalen unter den Fingernägeln. Mit dem scharfen Dorn des Orangenschälers schneiden Sie die hartnäckige Schale nach Belieben und entfernen diese mühelos. Ihre Hände bleiben sauber und die Orange lässt sich perfekt teilen. € 2,90 (2er-Set), www.pearl.de
Jetzt wird das Orangenschälen zum Vergnügen. Einfach einlegen, Handkurbel drehen – fertig! Die Hände bleiben sauber und die Orange heil. Das macht Lust auf mehr: Sogar große Mengen schälen Sie so völlig mühelos und schnell. € 9,90, www.pearl.de
Das Prozedere Wie läuft eine GENUSS.MAGAZIN-Verkostung ab? Im Vorfeld der Verkostung werden die Produkte anonym im österreichischen Lebensmittelhandel eingekauft. Eine Vollständigkeit aller zu diesem Thema erhältlichen Produkte kann jedoch nicht garantiert werden. Vor der Verkostung werden die einzelnen Produkte auf neutrale Schüsseln oder Teller verteilt und mit Nummern versehen („Blindverkostung“). So ist garantiert, dass keiner der Verkoster weiß, welche Produkte welcher Marken getestet werden. Markenimage und persönliche Vorlieben sind damit ausgeschlossen. Die Verkostungsjury besteht aus einem ausgewogenen Personenkreis aus dem gastronomischen Berufsfeld, ausgebildeten Verkostern sowie privaten Genießern. Sie beurteilt jedes Produkt einzeln nach Optik, Geruch und Geschmack, vermerkt ihre Eindrücke und vergibt null bis maximal fünf Punkte. Erst nach Abschluss der Verkostung erfolgt die Auflösung. Nachträglich darf die Punktevergabe nicht korrigiert und keine Bemerkungen hinzugefügt werden. Schließlich werden alle Punkte zusammengezählt und ein Durchschnitt pro Produkt errechnet. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Ergebnissen um die subjektiven Eindrücke der Verkoster handelt.
> Berger P. Peter, Sommelier und Diplompädagoge > Cizek Corinna, Mediaberaterin GENUSS.MAGAZIN > Cvach Elisabeth, HLF-Absolventin und Bankangestellte > Gross Dagmar, Agenturchefin, Diplom-Sommelière, Käse-Sommelière und staatlich geprüfte Weinmanagerin
> Kraft Angelika, Chefredakteurin GENUSS.MAGAZIN
> Mramor Brigitte, Agenturchefin
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