Es war meine Jungfernfahrt mit einem Volvo. Einer Marke, die wie wenige andere ein klares Profil in den Köpfen der Menschen hinterlässt: schwedisch, kantig, sicher.Nun ist nichts gegen die Zuschreibung von Sicherheit zu sagen, doch dieses kantige Bild passt nicht in die von fließenden Formen dominierte Neuzeit. Entsprechend viel Aufmerksamkeit hat der Werbespot des neuen Sportkombis Volvo V60 bei mir geweckt, denn das, was man dort sah, passte überhaupt nicht zum alten Image von Volvo. Zeit für einen Selbstversuch. Eines kann man vorweg sagen: Der V60 ist einfach fesch. Die Designer haben es gut geschafft, die Marke in die Neuzeit zu holen, ohne die Ursprünge vollkommen auszuradieren. Mein Testwagen: der V60 D5 AWD A-Geartronic. Heißt: 2,4 Liter, 205 Pferdchen und ein maximales Drehmoment von 420 Nm. Das alles mit einem komfortablen Automatikgetriebe samt Option auf manuelles Eingreifen. Meine Teststrecke führte mich über die Gerlos Alpenstraße, die zum intensiven Kennenlernen des V60 einlud. Dass die sportliche Ansage von Volvo ernst gemeint ist, musste etwas leidend meine Beifahrerin erleben. Die Automatik arbeitet einwandfrei, obwohl die Sporteinstellung für meinen Geschmack noch etwas zurückhaltend schaltet. Doch genau für solche Momente gibt es die Option des manuellen Schaltens. Und spätestens damit haben wir uns prächtig verstanden. Der Innenraum ist edel und aufgeräumt, die Verarbeitung top und das Gefühl von Anfang bis Ende sehr angenehm. Die Ledersitze waren mir in schnellen Kurven zwar etwas zu rutschig und die eingebaute Autosteuerung mit Navigation könnte sich in Sachen Usability noch steigern, dennoch ist die Steuerung selbsterklärend und bietet jede Menge Einstellungsmöglichkeiten – vor allem in Sachen Sicherheits- und Assistenzprogrammen. Und hier hat Volvo gemäß seinem Image wieder alles richtig gemacht. Neben einem Spurassistenten, Warnlicht für den toten Winkel und Fußgängerwarnung möchte ich vor allem das automatische Bremssystem nicht mehr missen. Der Assistent arbeitet beeindruckend exakt und hat immer ein waches Auge auf den Vordermann. Kommt man ihm zu nahe, greift das System ein und bremst. Das funktioniert so beeindruckend gut, dass man im Stop-and-go-Verkehr in der City den Tempomat einschalten kann und nur noch ein wenig lenken muss, das Bremsen wie Beschleunigen übernimmt das System. Man spürt, es geht mit großen Schritten in die Zukunft. ?Technische DatenVolvo V60 D5 AWD A-Geartronic SummumKraftstoff: DieselLeistung: 151,0 kW, 205 PSHubraum: 2.400 ccmGetriebe: 6-Gang-Automatikgetriebe AWDBasispreis: 62.354,40 €Hannes Offenbacher ist Unternehmer und Neudenker.Er bloggt auf www.bessergehtsimmer.at