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Verfasst am 15.03.2011 um 08:57, Autor: landwirt.com
Milchstrategie Oberoesterreichs- Pressekonferenz
Gestern Montag fand zum Thema "Die OOe. Milchstrategie: Qualitaet statt Preiskampf im Milchland Oberoesterreich ? Bauern und Molkereien als starke Partner" eine Pressekonferenz mit LR Max Hiegelsberger und dem GF der Berglandmilch DI Josef Braunshofer statt. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.
Hoechste Qualitaet statt Dumpingpreisen
Im internationalen Wettbewerb ist Oberoesterreich bei der Milch Qualitaetsfuehrer. Seit 2010 ist oesterreichische Milch darueber hinaus zu 100% gentechnikfrei. Besonders hervorzuheben ist die Milchqualitaet in Oberoesterreich. So werden knapp 99% der gesamten Milch ohne Qualitaets-Abzuege bezahlt. Die Rohmilchqualitaet wird laufend im akkreditierten Labor des OOe. Milchpruefringes in Ried untersucht. Beim OOe. Milchpruefring werden jaehrlich von 16.000 Milcherzeugern aus Oberoesterreich und angrenzenden Bundeslaendern 725.000 Milchproben geprueft und daraus ca. 5 Mio. Einzelmessergebnisse bestimmt. Die hohe Rohmilchqualitaet ist Ausgangsbasis fuer hochwertige Milchprodukte. "Mit dieser hohen Qualitaet sowie Schwerpunktsetzung auf Produktspezialitaeten kann die oberoesterreichische Milchwirtschaft punkten", unterstreicht Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger die besondere Marktsituation in Oberoesterreich. Oesterreich definiert sich als sauberes Agrarland mit nachhaltiger Landwirtschaft. Von diesem Qualitaets-Vorteil und der Identifikation mit den Produkten aus unserer Heimat lebt die Wertschoepfungskette vom Bauer bis zum Handel. Oberoesterreichs Milchbauern und Molkereien setzen dabei auf die Teilnahme am AMA-Guetesiegelprogramm, auf kontrollierte Tiergesundheit und garantiert gentechnikfreie Fuetterung.
Milchbauern praegen das Gesicht des Landes: Heimische Milch sichert Kulturlandschaft
Milch ist Leben. Von der Milchproduktion leben nicht nur die 10.264 Milchbauern und deren Familien. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplaetze in der Region absichert. Nicht zu vergessen ist, dass durch die Milch- und Gruenlandwirtschaft Kulturflaechen bewirtschaftet werden. In Gebieten in denen die Milchwirtschaft verschwindet, verschwindet auch offenes Kulturland. Es wird aufgeforstet. Jedes Jahr waechst so im Schnitt in jeder ooe. Gemeinde eine Flaeche in der Groesse von einem Fussballfeld zu. Daher gilt, Produktions- und Preisbedingungen, die den Milchbauern ausreichend Einkommen ermoeglichen, sichern den Erhalt unserer Kulturlandschaft und bringen damit auch touristisch Wertschoepfung ins Land.
Situation einst und heute
1995 hat ein Liter Hydraulikoel 2,18 Euro (30 Schilling) gekostet. Fuer ein kg Milch hat der Bauern 40,15 Cent bekommen. Der Bauer musste 5,4 Liter Milch verkaufen um einen Liter Hydraulikoel kaufen zu koennen. Heute kostet ein Liter Hydraulikoel 15,99 Euro. Fuer ein Kilogramm Milch bekommt der Bauer rund 37 Cent. Das heisst, fuer 1 Liter Hydraulikoel muessen 43,2 Liter Milch geliefert werden. Die von der produzierenden Landwirtschaft zu tragenden Betriebsmittelkosten fuer Duengemittel, Kraftstoff und Futtermittel sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. "Die Preise, welche die Erzeuger fuer ihre Produkte erhalten, sind nicht im selben Ausmass angestiegen. Das gefaehrdet die Wettbewerbsfaehigkeit und wirtschaftliche Ueberlebensfaehigkeit", verweist Landesrat Hiegelsberger auf die Brisanz der Situation auf den Agrarmaerkten.
Agrarpolitische Akzente fuer die Milch- und Gruenlandwirtschaft
?Kostenentlastungen: Die oesterr. Milchwirtschaft ist aufgrund der klein strukturierten Landwirtschaft, den geographischen Gegebenheiten aber auch aufgrund der Qualitaetsproduktion mit hoeheren Produktionskosten konfrontiert. Die Agrarpolitik setzt Akzente durch Entlastungsmassnahmen. ?Qualitaetsfuehrerschaft mit starken Marken: 100 % gentechnikfreie Fuetterung und der Bezug des Bauern zu jeder einzelnen Kuh sowie strenge Qualitaetskriterien und entsprechende Kontrollen garantieren hoechste Qualitaet. Eine industrialisierte Milchproduktion mit Herdengroessen von 100 und mehr Milchkuehen wie in anderen europaeischen Laendern kann bei dieser Qualitaet nicht mithalten. ?Lebensmittelhandel als Partner:Nicht nur dem Konsumenten auch dem Handel muss der hohe Qualitaetsunterschied zwischen oesterreichischer Milch und europaeischer Massenware ins Bewusstsein gerufen werden. ?Gemeinsame Oesterreichstrategie mit starken heimischen Milchbauern und Molkereien: Um bei dieser Bewusstseinsbildung Zeichen zu setzen braucht es gemeinsame regionale und nationale Ansaetze, um das Besondere der oesterreichischen Milchprodukte speziell hervorzuheben. Nirgends in Europa gibt es die Qualitaet, wie wir sie bei der Milch gewohnt sind. Auf 100 % Gentechnikfreiheit und das AMA-Guetesiegel koennen wir stolz sein. - Mehr Landwirtschaftsinfos lesen ...
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