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Verfasst am 14.01.2011 um 16:19, Autor: landwirt.com
Rapsextraktionsschrot in der Schweinefuetterung
Rapsschrot wird zunehmend in der Schweinefuetterung eingesetzt. Koennen durch den Einsatz von Rapsschrot Futterkosten gespart werden und was darf dieser im Vergleich zu Sojaextraktionsschrot kosten?
Aktuelle Versuche belegen, dass in der Schweinemast bis zu 15 %, in der Sauenfuetterung 5-10 % und in der Ferkelfuetterung bis zu 10 % Rapsextraktionsschrot eingesetzt werden kann.
Fuetterung: Experten-Interview auf YouTube
Dr. Manfred Weber, Dezernatsleiter fuer das Fachgebiet ?Schwein? bei der Landesanstalt fuer Landwirtschaft, Iden (D), gibt in einem kurzen Interview auf der EURO-Tier 2010 einen Ueberblick ueber die Einsatzmoeglichkeiten von Rapsextraktionsschrot in der Schweinefuetterung. Hier kommen Sie zum Interview:
Moderne Rapssorten: Keine Probleme durch Glucosinolate und Erucasaeuren
Bedenken gegen Rapsschrot betrafen in der Vergangenheit in erster Linie den Glucosinolatgehalt, der bei Ueberschreitung des Grenzwertes die Futteraufnahme der Schweine vermindert und die Schilddruese hemmt. Durch klassische Pflanzenzucht (ohne gentechnische oder zellbiologische Verfahren) ist es in den 70er Jahren gelungen, die bittere Erucasaeure weitgehend durch Oelsaeure (0-Raps) zu ersetzen. Ausserdem stehen seit rund 25 Jahren glucosinolat-arme Rapssorten (00-Raps) fuer den Anbau zur Verfuegung. Nach wissenschaftlichen Studien vertragen Schweine 1,5 bis 2 Mili-Mol Glucosinolate je Kilogramm Futter. Da in den verschiedenen Untersuchungen von Rapsschrot im Durchschnitt nur sieben Mili-Mol pro Kilogramm analysiert wurden, kann der Rapsschrotanteil am Gesamtfutter heutzutage ohne Probleme 15 % betragen.
Schwein: Was muss bei der Rationsgestaltung beachtet werden
Rapsextraktionsschrot besitzt rund 10 % weniger Rohprotein als Sojaextraktionsschrot und etwa 8 Gramm weniger Lysin pro Kilogramm Futter. Zudem sind die meisten essentiellen Aminosaeuren schlechter verdaulich als die des Sojaschrotes. Dagegen ist Rapsschrot relativ reich an den schwefelhaltigen Aminosaeuren Methionin und Cystein. Auch der Threoningehalt liegt in einem guenstigen Bereich. Zu beruecksichtigen ist in der Schweinemast auch der geringere Energiegehalt von Rapsschrot (~10 MJ ME). Nachdem gerade in der Anfangsmast ein Energieniveau im Futter von etwa 13,4 MJ ME angestrebt werden sollte, muss ueberprueft werden, dass sich der ?Energie-Verduennungseffekt? von Rapsschrot nicht negativ auf die Futterenergie und somit die Tageszunahmen auswirkt. In der Endmast kann dieser ?Verduennungseffekt? wiederum gewuenscht sein und einer uebermaessigen Verfettung entgegenwirken (z.B.: Breiautomaten-Fuetterung). Nachdem auch die Kosten fuer Rohfasertraeger und ?konzentrate sehr hoch sind, kann der deutlich hoehere Rohfasergehalt im Rapsschrot (etwa 2-3x so hoch) im Vergleich zum Sojaschrot interessant sein. Oft weicht der Rohfasergehalt im Schweinefutter weit von den offiziellen Empfehlungen ab (z.B.: Mastfutter mit hohem Anteil an Maiskornsilage, tragende Zuchtsauen). Beim Einsatz von Rapsschrot liefert dieser dann neben ?Eiweiss? auch Rohfaser. Die genannten Kriterien sollten in der Rationsgestaltung beruecksichtigt werden, dennoch ist fuer den Praktiker gerade in Zeiten von hohen Futterkosten die Preiswuerdigkeit eines Futtermittels entscheidend.
Rapsschrot: Preiswuerdigkeit beachten
Die Preiswuerdigkeit wird nach der Austauschmethode ermittelt. In der Schweinefuetterung sind Sojaschrot und Weizen die Ausgangsbasis. Gerechnet und bewertet wird nach den Kriterien Lysin und Energie. Bei den derzeitigen Preisen verliert Rapsschrot jedoch gegenueber Sojaschrot an Attraktivitaet. Die Preiswuerigkeit koennen Sie mit dem Rationsrechner von DI Hollmichel ganz einfach im Tabellenblatt ?Preiswuerdigkeit FUMI? ermitteln. Unter folgendem Link koennen Sie das Futterberechnungsprogramm downloaden: (Urheberschutz zustimmen) Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: - Mehr Landwirtschaftsinfos lesen ...
Fuetterung: Experten-Interview auf YouTube
Dr. Manfred Weber, Dezernatsleiter fuer das Fachgebiet ?Schwein? bei der Landesanstalt fuer Landwirtschaft, Iden (D), gibt in einem kurzen Interview auf der EURO-Tier 2010 einen Ueberblick ueber die Einsatzmoeglichkeiten von Rapsextraktionsschrot in der Schweinefuetterung. Hier kommen Sie zum Interview:
Moderne Rapssorten: Keine Probleme durch Glucosinolate und Erucasaeuren
Bedenken gegen Rapsschrot betrafen in der Vergangenheit in erster Linie den Glucosinolatgehalt, der bei Ueberschreitung des Grenzwertes die Futteraufnahme der Schweine vermindert und die Schilddruese hemmt. Durch klassische Pflanzenzucht (ohne gentechnische oder zellbiologische Verfahren) ist es in den 70er Jahren gelungen, die bittere Erucasaeure weitgehend durch Oelsaeure (0-Raps) zu ersetzen. Ausserdem stehen seit rund 25 Jahren glucosinolat-arme Rapssorten (00-Raps) fuer den Anbau zur Verfuegung. Nach wissenschaftlichen Studien vertragen Schweine 1,5 bis 2 Mili-Mol Glucosinolate je Kilogramm Futter. Da in den verschiedenen Untersuchungen von Rapsschrot im Durchschnitt nur sieben Mili-Mol pro Kilogramm analysiert wurden, kann der Rapsschrotanteil am Gesamtfutter heutzutage ohne Probleme 15 % betragen.
Schwein: Was muss bei der Rationsgestaltung beachtet werden
Rapsextraktionsschrot besitzt rund 10 % weniger Rohprotein als Sojaextraktionsschrot und etwa 8 Gramm weniger Lysin pro Kilogramm Futter. Zudem sind die meisten essentiellen Aminosaeuren schlechter verdaulich als die des Sojaschrotes. Dagegen ist Rapsschrot relativ reich an den schwefelhaltigen Aminosaeuren Methionin und Cystein. Auch der Threoningehalt liegt in einem guenstigen Bereich. Zu beruecksichtigen ist in der Schweinemast auch der geringere Energiegehalt von Rapsschrot (~10 MJ ME). Nachdem gerade in der Anfangsmast ein Energieniveau im Futter von etwa 13,4 MJ ME angestrebt werden sollte, muss ueberprueft werden, dass sich der ?Energie-Verduennungseffekt? von Rapsschrot nicht negativ auf die Futterenergie und somit die Tageszunahmen auswirkt. In der Endmast kann dieser ?Verduennungseffekt? wiederum gewuenscht sein und einer uebermaessigen Verfettung entgegenwirken (z.B.: Breiautomaten-Fuetterung). Nachdem auch die Kosten fuer Rohfasertraeger und ?konzentrate sehr hoch sind, kann der deutlich hoehere Rohfasergehalt im Rapsschrot (etwa 2-3x so hoch) im Vergleich zum Sojaschrot interessant sein. Oft weicht der Rohfasergehalt im Schweinefutter weit von den offiziellen Empfehlungen ab (z.B.: Mastfutter mit hohem Anteil an Maiskornsilage, tragende Zuchtsauen). Beim Einsatz von Rapsschrot liefert dieser dann neben ?Eiweiss? auch Rohfaser. Die genannten Kriterien sollten in der Rationsgestaltung beruecksichtigt werden, dennoch ist fuer den Praktiker gerade in Zeiten von hohen Futterkosten die Preiswuerdigkeit eines Futtermittels entscheidend.
Rapsschrot: Preiswuerdigkeit beachten
Die Preiswuerdigkeit wird nach der Austauschmethode ermittelt. In der Schweinefuetterung sind Sojaschrot und Weizen die Ausgangsbasis. Gerechnet und bewertet wird nach den Kriterien Lysin und Energie. Bei den derzeitigen Preisen verliert Rapsschrot jedoch gegenueber Sojaschrot an Attraktivitaet. Die Preiswuerigkeit koennen Sie mit dem Rationsrechner von DI Hollmichel ganz einfach im Tabellenblatt ?Preiswuerdigkeit FUMI? ermitteln. Unter folgendem Link koennen Sie das Futterberechnungsprogramm downloaden: (Urheberschutz zustimmen) Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier: - Mehr Landwirtschaftsinfos lesen ...
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