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Verfasst am 02.02.2012 um 10:26, Autor: NH
Analyst Reisenberger sieht ATX bei 2.400
"Volatile Entwicklung zu erwarten"
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DerBörsianer.com: Nach einem sehr durchwachsenen Jahr 2011 hat das Jahr 2012 für an den Börsen bisher leichte Tendenzen nach oben gezeigt. Welche Entwicklungen erwarten sie heuer an der Wiener Börse?
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Alfred Reisenberger: Auf alle Fälle eine volatile Entwicklung. Den Start, den die Wiener Börse hingelegt hat, wird wohl nicht aufrecht zu erhalten sein. Ich gehe aber davon aus, dass der ATX am Jahresende 2012 deutlich über jenem von 2011 stehen wird.
DerBörsianer.com: Das konjunkturelle Umfeld wird den Prognosen zufolge 2012 nicht einfach. Welche Branchen bzw. Sektoren sind in diesem Kontext besonders attraktiv?
Alfred Reisenberger: Wenn man sich den Prognosen anschließt, dann müsste man eigentlich defensive Aktien kaufen. Ist aber sicher falsch. Ich setze eher auf Zykliker und Banken. Das ist aber natürlich kein Ausblick für das Gesamtjahr. Die Devise heißt: aktiv in der Veranlagung bleiben.
DerBörsianer.com: Wie lautet Ihre Prognose für das Kursziel des ATX im heurigen Jahr?
Alfred Reisenberger: 2.400.
DerBörsianer.com: Wird 2012 ein Jahr für IPOs in Wien?
Alfred Reisenberger: Nein, sicher nicht.
DerBörsianer.com: Welche Auswirkungen könnte die Wiedereinführung der Börsenumsatzsteuer für den Finanzplatz Wien haben?
Alfred Reisenberger: Die Anleger werden sich sicher nicht freuen, aber auch das wird zu verkraften sein. Ich denke aber, dass das keine Option ist. Die Kursgewinnbesteuerung sollte genug Belastung sein.
DerBörsianer.com: Die Wiener Börse AG ist international in Zentral- und Osteuropa engagiert - welche Chancen und Risiken könnten sich im laufenden Jahr daraus für die Marktteilnehmer ergeben?
Alfred Reisenberger: Wohl nur für die Aktionäre der Wiener Börse. Der Rest hat nichts davon.
DerBörsianer.com: Welche Bedürfnisse sind aktuell bei den Anlegern zu erkennen?
Alfred Reisenberger: Interessanterweise suchen Investoren immer noch Sicherheit. Ist irgendwo zu verstehen, da die Politik die völlig falschen Signale gesendet hat und die Menschen nur verunsichert hat. Die Leute sind aber wesentlich klüger als so mancher Politiker und werden bald wieder höhere Rendite, also Aktien nachfragen. Das heißt auch aktive Betreuung, etwas was sicher mehr und mehr gefragt sein wird. Etwas was große Banken nicht bieten können.
DerBörsianer.com: Welche Auswirkungen sind durch den Triple A Verlust zu erwarten?
Alfred Reisenberger: Außer etwas höhere Zinsen für den Staat keine. Den Leuten kann man nur raten jetzt österreichische Staatsanleihen zu kaufen. Genauso sicher wie ein Sparbuch, aber die deutlich höhere Rendite.
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