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Erste Group Bank AG
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Erste-Chef Andreas Treichl sieht das nach hohen Verlusten dividendenlose Jahr 2011 als einmalige Angelegenheit an, wie er am Montagabend im Internet-Chat seines Hauses erklärte.

Er arbeite daran, den Markt mit guten Coups zu erfreuen. "Auf Bilanzaufräumaktionen können wir die nächsten 100 Jahre verzichten."

Ob er sich nach einem Ausstieg des US-Fonds Cerberus in Österreich die BAWAG als interessante Braut vorstellen könnte? Treichl antwortete mit Verweis auf die bestehende Marktmacht abschlägig: "Wir sind in Österreich bereits eine systemische Bank. Daher gehen wir auch nicht davon aus, dass die österreichische Aufsicht einen Ausbau dieser Position genehmigen würde."

Zu neuen Akquisitionen im Osten befragt bekräftigte der Erste-Group-Chef, weiterhin kein Interesse an einer Russland-Expansion im Rahmen der dortigen Bankenprivatisierungen zu haben. "Russland ist kein Kernmarkt für uns".

Die Türkei hat die Erste ebenfalls nicht in Prüfungen auf Zukäufe aufgenommen, wenngleich Treichl in der Vergangenheit betont hatte, dass alle Länder der Region Zentral/Osteuropas interessant wären, die eine EU-Beitrittsphantasie haben. Auch in Polen sei keine Akquisition geplant.

In Rumänien, bei der dortigen Tochter BCR, sei die Situation aktuell herausfordernd, Treichl ist aber auch hier zuversichtlich. Er räumte ein, dass er dort in der ersten Zeit nach der Übernahme nicht hartnäckig genug gewesen sei. Trotz aller Probleme sei er aber sehr glücklich, die BCR in der Gruppe zu haben.

Die spanische Großsparkasse La Caixa - zweitgrößter Aktionär der börsenotierten Ersten - sei ein Aktionär von vielen, erläuterte Treichl. Mit den Spaniern seien auch in der Vergangenheit keine Zukäufen in Osteuropa durchgeführt worden. Für Spanien ist Treichl übrigens viel optimistischer als für Griechenland. "Spanien hat viele starke Firmen und gute große Banken. Das Furchterregendste in Spanien ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit, die mit einem harten Sparprogramm nur schwer beseitigt werden kann. Spanien wird es schon schaffen."

Für den künftigen Aktienkurs seines Hauses ist er zuversichtlich gestimmt: "Ich glaube der Kurs wird eine Funktion unserer Performance in den wichtigsten Märkten Tschechien, Rumänien, Slowakei und Österreich sein. Wenn wir dort ordentlich und nachhaltig Geld verdienen, sehe ich keinen Grund warum der Aktienkurs nicht ganz erheblich über dem heutigen liegen sollte."

Heute notierte die Erste Group in Wien bei 15,40 Euro

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Verfasst am 16.04.2012 um 20:40, Autor: APA
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