Verfasst am 13.02.2012 um 10:12, Autor: EMFIS
Gewinnwarnung von Olympus
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Tokio 13.02.2012 (www.emfis.de) Der krisengeplagte Kamera- und Endoskophersteller Olympus hat zeitgleich mit seinem Quartalsbericht auch eine desaströse Jahresprognose veröffentlicht. Der Alptraum geht weiter...

Im Dezemberquartal hat Olympus einen Nettoverlust von 756 Millionen Yen (9,7 Millionen US-Dollar) eingefahren. Im vergangenen Jahr hatte das durch einen Bilanzierungsskandal angeschlagene Unternehmen noch einen Nettogewinn von 2,04 Milliarden Yen erwirtschaftet. Obwohl der Umsatz von 206,69 Milliarden Yen im Vorjahr auf 210,13 Milliarden Yen angestiegen ist, wurde beim operativen Gewinn im gleichen Zeitraum ein Rückgang von 9,66 Milliarden Yen auf 8,42 Milliarden Yen verzeichnet.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres musste der Konzern einen Nettoverlust von 33,08 Milliarden Yen verkraften. Der Umsatz stieg derweil um 0,1 Prozent auf 624,6 Milliarden Yen, während der operative Gewinn um 19,0 Prozent auf 25,9 Milliarden Yen zurückging.

Jahresprognose unterbietet Analystenschätzung

Für das laufende Geschäftsjahr per März 2012 erwartet Olympus mittlerweile einen Nettoverlust von 32 Milliarden Yen. Dafür sollen jedoch in erster Linie einmalige Kosten verantwortlich sein, die nicht mit dem Bilanzierungsskandal zusammenhängen. Analysten von Barclays Capital und Deutsche Bank hatten bislang lediglich mit einem Verlust von 25,5 Milliarden Yen gerechnet.

Laut Olympus soll der Jahresumsatz um 0,8 Prozent auf 854 Milliarden Yen steigen. Beim operativen Gewinn wird mit einem Rückgang von 6,2 Prozent auf 36 Milliarden Yen gerechnet. Dies ist die erste Jahresprognose, seitdem die unseriösen Bilanzierungspraktiken von Olympus aufgedeckt wurden. Das Unternehmen hatte ursprünglich keine Schätzung abgegeben, da das Ausmaß der Krise zunächst nicht bekannt war.

Olympus hatte in den vergangenen 13 Jahren unter anderem Investitionsverluste von umgerechnet 1,5 Milliarden US-Dollar vertuscht. Derzeit wird ein möglicher Einstieg von anderen japanischen Elektronikkonzernen wie Sony oder Fujifilm erwogen. Für den 20. April wurde eine außerplanmäßige Hauptversammlung anberaumt, auf der wahrscheinlich ein Großteil der derzeitigen Führungsriege zurücktreten wird.

Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag "Sony liebäugelt mit Einstieg bei Olympus" auf www.emfis.de . 


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