Dienstag, 22.05.2012 - aktualisiert um 11:28:35 | Österreich Edition
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Verfasst am 20.01.2011 um 09:44, Autor: EMFIS
Kan will in diesem Jahr offizielle Freihandelsgespräche mit der EU aufnehmen
Kan betonte des Weiteren: „2011 wird ein Jahr in dem Japan sich weiter öffnen wird.“
Der Schritt wird von den meisten Analysten spätestens seit dem Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen Südkorea und den Staaten der Europäischen Union erwartet, welcher ab Juli 2011 in Kraft tritt.
Das Beispiel Südkorea ließ in Tokio die Alarmglocken schrillen und machte Japans Politikern klar, dass die Zeit für Änderungen im internationalen Handel gekommen sei. Die Südkoreaner wickeln nämlich 35,6 Prozent und Japan nur 16,5 Prozent ihres Handels mit Freihandelspartnern ab. Erst benachteiligte der feste Yen die japanische Exportindustrie gegenüber südkoreanischen Konzernen wie Samsung oder Hyundai, die vom schwachen Won Rückenwind erhielten. Jetzt drohen die Japaner weiter ins Hintertreffen zu geraten. Südkorea hat nämlich, entgegen zu Japan, Freihandelsabkommen mit einem Großteil seiner wichtigsten Wirtschaftspartnern geschlossen. Kan will diesen Rückstand nun möglichst schnell aufholen.
„Ein offener Handel gehöre zu den wichtigsten Zielen der japanischen Wirtschaftsdiplomatie“, erklärte der neue Außenminister Seiji Maehara bereits im Oktober des vergangenen Jahres.
Auf starken Widerstand stießen Kans Freihandelpläne bisher bei Japans Bauern. Jene werden zurzeit von einer Zollmauer von 778 Prozent auf Reis und hohen Barrieren auf weitere Grundnahrungsmittel geschützt. Die Regierung um Premierminister Naoto Kan will diesen Widerstand nun brechen und verspricht im Gegenzug hohe Direktsubventionen für ein Wegfallen der Zollschranken.
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