Verfasst am 18.01.2011 um 13:29, Autor: dj
Airbus hebt Flugzeugpreise um durchschnittlich 4,4% an
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Der Flugzeugbauer Airbus erhöht die Preise für seine Flugzeuge. Nach Aussage des Airbus-Vertriebschefs sollen damit die steigenden Kosten und der schwache US-Dollar kompensiert werden. John Leahy sagte in einem Interview mit Dow Jones Newswires, seit dem 1. Januar seien die Preise für die Maschinen um 4,4% erhöht worden. Der Listenpreis für das Großraumflugzeug A380 sei sogar um 8,4% angehoben worden. Leahy erklärte weiter, dass das anhaltende Hochfahren der Produktion zur Deckung der unerwartet hohen weltweiten Flugzeugnachfrage Investitionen nötig mache. Dies in Kombination mit dem schwachen US-Dollar mache Preiserhöhungen auf breiter Front unumgänglich.

Die Katalogpreise für die Flugzeuge der EADS-Tochter bewegen sich nun in einer Spanne von 65,2 Mio USD für die kleinste Maschine, die A318, bis 299,7 Mio USD für die A350 XWB, die ab 2013 in den Dienst gestellt werden soll. Das Großraumflugzeug A380 kostet 375,3 Mio USD. Die Preiserhöhungen gelten bereits für Flugzeuge, die zwar schon bestellt, aber noch nicht ausgeliefert worden sind.

Wegen einer robusten Nachfrage, habe der A380 eine Sonderbehandlung erfahren, sagte Leahy weiter. Die Airlines spürten von den Passagierzahlen her Druck, das Flugzeug kaufen zu müssen, fügte er hinzu. "Vor 2015 ist aber kein Flugzeug mehr zu bekommen."

Airbus rechnet für ihre Preiserhöhung mit dem Wohlwollen der Fluggesellschaften. Die Airlines seien bereit, mehr für das größte Passagierflugzeug der Welt zu bezahlen, schließlich sei es für sie wegen der ungewöhnlich hohen Auslastungsraten ein großer Umsatzbringer. Der A380 sei ein Passagiermagnet, so Leahy. Airlines die auf konkurrierenden Routen ein anderes Flugzeug einsetzten, müssten schon attraktive Ticketpreise anbieten.

Ein Marktbeobachter nennt die Preiserhöhung für den A380 nicht überraschend. "Aber man könnte sich fragen, ob sie ausreicht", sagte Howard Wheeldon, Stratege bei BGC Partners in London.

Immerhin steht der europäische Flugzeugbauer unter Druck, die Mehrkosten für das A380-Programm einzudämmen, das in den vergangenen Jahren mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Erst ab 2014 soll das Programm profitabel sein. Zudem räumte Leahy ein, dass Käufer von Flugzeugen nicht immer den vollen Preis bezahlten. Der Listenpreis sei vielmehr ein grober Anhaltspunkt für die Verkaufsverhandlungen. Normalerweise handeln die Fluglinie Rabatte aus, vor allem, wenn sie mehrere Flugzeuge bestellen.

Der US-Wettbewerber Boeing hatte seine Preise Ende des vergangenen Jahres allgemein um 5,2% erhöht. Zudem hatte der Konzern aus Chicago den Preis für die "Dreamliner" genannte 787-8 um zusätzliche 5% und die für die größere Version, die 787-9, um weitere 2% angehoben. 


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