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Verfasst am 09.02.2012 um 12:30, Autor: dj
DFL will noch im April neue Bundesliga-Rechte verteilen
Zu möglicherweise höheren Einnahmen wollte sich Seifert nicht äussern. "Wir haben einen internen Korridor, den wir aber nicht kommunizieren", so Seifert. Beobachter gehen derweil davon aus, dass die DFL bei der jetzigen Auktion auf Einnahmen von etwa 450 Millionen Euro pro Spielzeit schielt. Aktuell nimmt sie 412 Millionen Euro ein.
Derzeit teilen sich der Bezahlsender Sky Deutschland und die Deutsche Telekom die Live-Übertragungsrechte für die Bundesliga. Mit dem Vierjahres-Kontrakt verdient die Liga 1,65 Milliarden Euro. Sky zahlt dabei zwischen 225 Millionen und 275 Millionen Euro pro Saison für die Übertragung via Satellit und Kabel. Die Bonner Telekom blättert rund 25 Millionen Euro hin, um die Spiele im Internet und auf mobilen Breitbandgeräten zu zeigen. Hinzu kommen ARD und ZDF, die rund 100 Millionen beziehungsweise 20 Millionen Euro für die Zusammenfassungsrechte zahlen.
An Sky Deutschland ist der Medienkonzern News Corp mit 49,9 Prozent beteiligt, zu dem auch diese Nachrichtenagentur gehört.
Während sich für die Live-Übertragungsrechte kaum etwas ändert, könnten sich vor allem für die bei vielen Fussball-Fans beliebte Zusammenfassung Neuerungen ergeben, die aktuell zumindest für die Samstagsspiele bei der ARD (Sportschau) liegt.
Grundsätzlich gibt es dafür zwei Alternativen, die sich im Wesentlichen durch die Verbreitungsart der frei empfangbaren Zusammenfassung der Samstagsspiele unterscheiden. Im sogenannten Klassikszenario darf der Rechteerwerber am Samstag im frei empfänglichen Fernsehen wie bisher eine Zusammenfassung der fünf Spiele zwischen 18.30 Uhr und 20.15 Uhr zeigen. Die Zusammenfassung der Sonntagsspiele soll zwischen 21.15 Uhr und 23.00 Uhr gezeigt werden.
Mehr Wettbewerb entsteht durch das Szenario "neue Medien", das in Konkurrenz zum Klassik-Szenario steht. Der Erwerber der Rechte darf ab 19.00 Uhr die Zusammenfassung über das Internet beziehungsweise internetfähige Mobilgeräte ausstrahlen. Sollte sich diese Variante durchsetzen, würde im frei empfangbaren Fernsehen erst ab 21.45 Uhr eine Zusammenfassung der Bundesligaspiele zu sehen sein.
Seifert bezeichnete am Donnerstag beide Szenarien als "realistisch". Er erwarte, dass die Gebote für beide Varianten "nah beieinander liegen."
-Von Eyk Henning und Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires;
+49 69 29 725 108, eyk.henning@dowjones.com
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