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Verfasst am 03.02.2012 um 17:25, Autor: dj
Drogerieunternehmer Müller will bei Douglas mitreden
Douglas selbst weiß nicht, ob Müller tatsächlich bei dem Handelskonzern aufstocken will. Er könne aber "in nächster Zeit" über Verkaufs-Optionen von dritter Seite weitere Aktien im Volumen von rund 15 Prozent angedient bekommen. Und wenn das passiert, hätte der Drogerieunternehmer die Sperrminorität.
Müller war im Jahr 2009 bei Douglas eingestiegen. Er wollte in Einkauf und Logistik mit Douglas zu kooperieren, war von den Hagenern aber zurückgewiesen worden.
Mit seiner Aufstockung könnte Müller nun die Pläne der Douglas-Eigentümerfamilie durchkreuzen. Diese verhandeln seit einiger Zeit mit Finanzinvestoren über einen Einstieg. Ziel soll es früheren Angaben von informierten Personen zufolge sein, den Handelskonzern mit Unterstützung der Finanzinvestoren von der Börse zu nehmen. Ob das mit einer Sperrminorität von Müller noch ginge, ist fraglich.
Die Familie Kreke ist mit etwas mehr als 12 Prozent zweitgrößter Aktionär des Handelskonzerns und stellt mit Henning Kreke den Vorstandschef. Erst Anfang Oktober kaufte sie über ihr Investment-Vehikel Lobelia Beteiligungs GmbH Douglas-Aktien im Wert von mehr als 4,5 Millionen Euro. Weitere Großaktionäre sind die Oetker-Gruppe, die etwas mehr als ein Viertel an Douglas hält.
Douglas, 1949 gegründet, betreibt etwa 2.000 Filialen und beschäftigt mehr als 25.000 Mitarbeiter in 17 Ländern Europas. Der Konzern verfügt über 5 Sparten, die wichtigsten sind die Parfümerie-Kette und die Buchhandelssparte Thalia.
-Von Jürgen Hesse, Dow Jones Newswires,
+49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com
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