Dienstag, 22.05.2012 - aktualisiert um 12:52:02 | Österreich Edition
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Verfasst am 13.01.2012 um 08:40, Autor: dj
Kartellamt hat mit Gazprom-Engagement bei VNG kein Problem
Die Gazprom OAO hatte Ende 2009 ihren Anteil an dem drittgrößten deutschen Erdgasimporteur auf 10,52 Prozent von zuvor 5,26 Prozent verdoppelt. Zu einer kartellrechtlichen Überprüfung dieses Deals kam es aber nicht, weil der russische Gaskonzern auf einen Teil seiner Stimmrechte bei VNG verzichtete. Mit der Kartellbehörde war damals vereinbart worden, die Überprüfung für zwei Jahre zu verschieben. Die kartellrechtliche Überprüfung der Anteilsaufstockung hatte Gazprom dann Anfang September 2011 beantragt.
Den Markt für die Förderung von Erdgas und den Import nach Deutschland beurteilt das Kartellamt als national auf Deutschland begrenzten Markt. Auf diesem Markt habe Gazprom einen Anteil von rund einem Drittel, das niederländische Staatsunternehmen Gasterra sowie das norwegische Staatsunternehmen Statoil kommen auf je rund 20 Prozent.
In den Märkten für die Belieferung von regionalen Weiterverteilern durch überregionale Ferngasgesellschaften und in der Belieferung von großen Industriekunden entwickele sich der Wettbewerb positiv. Daher habe sich das Amt von der bisher auf das jeweilige Versorgungsgebiet begrenzten räumlichen Marktabgrenzung verabschiedet und lege nun bundesweite Märkte zu Grunde. Auf diesen beiden bundesweiten Märkten habe VNG keine marktbeherrschende Stellung, so die vorläufige Einschätzung. Eine endgültige Entscheidung soll bis zum 31. Januar fallen.
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