Dienstag, 22.05.2012 - aktualisiert um 13:07:57 | Österreich Edition
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Verfasst am 20.01.2011 um 16:09, Autor: dj
T-Mobile USA will Umsatz steigern und Kosten senken
Die bereinigte Marge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) will die Sparte bezogen auf die Serviceumsätze bis 2015 auf einen Wert im mittleren 30-Prozent-Bereich erhöhen. In den ersten neun Monaten 2010 erreichte der Umsatz fast 16 Mrd USD und die Marge lag knapp unter 30%. Im März 2010 hatte der Konzern noch erklärt, T-Mobile USA wolle die operative Marge bis 2012 auf über 35% anheben. Im laufenden Jahr soll die Marge bei steigenden Erlösen stabil bleiben.
T-Mobile USA ist die Nummer vier am Markt - mit einigem Abstand zu den beiden großen Anbietern AT&T und Verizon Wireless. Seit geraumer Zeit kämpft der Mobilfunkbetreiber mit Gegenwind: So gingen dem Unternehmen in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres rund 70.000 Vertragskunden von der Fahne. Bereits im November hatte Telekom-Chef René Obermann gesagt, die große Aufgabe bestehe darin, die Abwanderung solcher Kunden in den USA zu stoppen.
Bis 2012 will die Sparte die Wechselrate bei den Vertragskunden unter 1,8% drücken. In den ersten neun Monaten 2010 lag sie bei 2,3%. "T-Mobile hat jetzt die besten Voraussetzungen, um am Markt wesentlich lauter und aggressiver auftreten zu können", sagte Obermann am Donnerstag. "Wir wollen im wachsenden US-Geschäft mit dem mobilen Internet zulegen, möglichst über Durchschnitt". Daneben will das Unternehmen etwa sein Angebot für Geschäftskunden erweitern.
T-Mobile wolle mit seiner neuen Strategie die mobile Internetnutzung noch günstiger machen, hieß es. "Wir möchten den besten mobilen Datenzugang bieten und rücken dabei den Fokus auf einfache Bündelangebote mit transparenten Tarifen", erklärte der seit November amtierende neue CEO von T-Mobile USA, Philipp Humm. T-Mobile USA hält am Donnerstag einen Investorentag in New York ab.
Wie andere Telekom-Konzerne auch setzt der deutsche DAX-Konzern auf starkes Wachstum mit mobilem Datenverkehr. Um sich für das explodierende Datenvolumen zu wappnen, führen Mobilfunkbetreiber bereits neue superschnelle Netze der nächsten Generation ein - gemeinhin als 4G bezeichnet. Basis ist etwa die so genannte Long-Term-Evolution-Technologie (LTE).
Die Telekom setzt in den USA zunächst auf eine sprachliche Netz-Aufwertung: So argumentiert T-Mobile USA seit dem vergangenen Jahr, dass ihr derzeitiges "HSPA+"-Netz den verfügbaren 4G-Netzen von Wettbewerbern in nichts nachsteht und folglich ebenfalls die Bezeichnung 4G verdient. Insgesamt wurde aber oft die Frage gestellt, welche Pläne es bei T-Mobile USA für einen 4G-Ausbau gibt, da die Sparte hier aufgrund der derzeitigen Verteilung des Netzspektrums einen Nachteil hat.
Der Konzern erklärte am Donnerstag, dass die LTE-Technologie bei ausreichender Verfügbarkeit von Endgeräten eingeführt werden soll, wenn die Qualität mit dem HSPA+-Netz vergleichbar sei. Das werde aber voraussichtlich erst in einigen Jahren der Fall sein. Eine längerfristige Stärkung der Spektrumsposition von T-Mobile USA ist aber bereits aktuell ein Thema für das Management. Hierzu und mit Blick auf die Größenvorteile mancher Wettbewerber prüfe die Deutsche Telekom eine Reihe von Optionen, einschließlich möglicher Partnerschaften mit anderen Unternehmen.
Mit Blick auf künftige Investitionen sagte Obermann zudem, dass T-Mobile USA sich von nicht-strategischen Assets trennen könnte, um zusätzlich Geld in die Kasse zu bekommen. Als Beispiel führte er Sendemasten an. Allerdings gebe hier es keine Eile und es komme auch auf künftige Investitionsnotwendigkeiten an.
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