Verfasst am 08.07.2010 um 14:29, Autor: MB
Allianz-Anlageexperten rechnen weiter mit volatilem Umfeld
Hohe Verunsicherung auf Märkten hält voraussichtlich auch im 3. Quartal 2010 an - Aktien in Japan sowie Unternehmensanleihen in Europa und Emerging Markets nur selektiv ein Kauf
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Die Anlageexperten der Allianz Investmentbank AG orten für das dritte Quartal 2010 eine anhaltende Verunsicherung auf den internationalen Finanzmärkten. Anleger sollten Anleihen und Aktien in diesem volatilen Umfeld zur Sicherheit ausgewogen gewichten und ihre Investments breit streuen. Konkret empfiehlt die Allianz Invest Aktien in Japan sowie Unternehmensanleihen in europäischen Ländern und Emerging Markets mit hoher Bonität.Aktien in Europa und in den Emerging Markets gewichtet die Allianz neutral: In Europa seien aber Papiere exportorientierter Unternehmen und Länder interessant. In den aufstrebenden Märkten überzeuge das starke Wirtschaftswachstum.

"Hohe Staatsverschuldung und zukünftige Maßnahmenpakete gefährden die Erholung der Realwirtschaft und bremsen die Entwicklung regionaler Aktienmärkte", fasst der Geschäftsführer der Allianz Invest KAG, Christian Ramberger, die allgemeine Lage zusammen. Die globale Konjunkturerholung habe sich zwar heuer im ersten Halbjahr fortgesetzt, doch regional gebe es "gewaltige Unterschiede", konstatiert Allianz-Invest-Vorstand Martin Bruckner.

In zahlreichen Ländern hinterlässt die Staatsschuldenkrise deutliche Spuren auf den Aktien- und Anleihemärkten - je höher das Budgetdefizit desto schwächer die Börsenentwicklung. Der europäische Aktienindex der 50 Top-Aktien in Europa (EuroStoxx 50) habe heuer im Jahresverlauf um fast 10 Prozent nachgegeben. In Europa liegen nur die Börsen in Deutschland und Schweden mit 3,35 Prozent (DAX) bzw. 7,79 Prozent (OMX) im Plus. Das Schlusslicht bildet Griechenland, wo der Leitindex ASE heuer bereits um 34,11 Prozent absackte.

Ebenfalls schlecht performten die Börsen in Spanien, Italien und Portugal - der spanische IBEX war um 18,86 Prozent rückläufig, der italienische FTSE IMB um 13,41 Prozent und der portugiesische PSI um 11,37 Prozent. Österreich liege mit einem ATX-Rückgang von 4,25 Prozent im Mittelfeld.

Die Finger lassen sollten Investoren vorerst von Staatsanleihen. Die Renditen verharren auf historischen Rekordtiefs. Auch Aktien in den USA seien unterzugewichten. Auf der Anleihenseite rät die Allianz von den USA und Japan ab. 


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