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Verfasst am 24.06.2010 um 09:50, Autor: APA
EnBW bereitet Abgabe des EVN-Pakets vor - "Handelsblatt"
Laut Zeitung Verkauf an Institutionelle via Börse geplant - 750 Mio. Euro Erlös für 36-%-Paket erwartet - Transaktion nach der Sommerpause geplant - Dann auch Kapitalerhöhung
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Die Transaktion solle nach der Sommerpause stattfinden, heißt es im Bericht weiter. Damit würde sich der Streubesitz des Unternehmens deutlich erhöhen. Der Ausstieg kommt indes wie berichtet nicht unerwartet: EVN-Chef Burkhard Hofer sagte kürzlich, er rechne noch heuer damit. Man sei bereit, der EnBW mit der nötigen Erstellung eines Prospekts zu helfen, so Hofer bei Vorlage der Halbjahreszahlen.BWT schließt viertes Aktienrückkaufprogramm ...
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Die Platzierung des EVN-Pakets der EnBW könnte mit der Kapitalerhöhung verbunden werden, die der niederösterreichische Versorger am Mittwochabend für das zweite Halbjahr angekündigt hatte. Bei der Anhebung um bis zu 10 Prozent dürfte die EVN bis zu 16.352.582 Aktien ausgeben. Zum Mittwoch-Schlusskurs (12,36 Euro) entspricht das einem Wert von 202 Mio. Euro. Donnerstagfrüh gaben die EVN-Aktien bis 9.30 Uhr in einem festeren Umfeld um 0,32 Prozent auf 12,32 Euro nach. Verfassungsrechtlich darf das Land Niederösterreich nicht unter 51 Prozent des Grundkapitals fallen.
Die EVN, die zuletzt 2,7 Mrd. Euro umgesetzt hat, steht bei der EnBW seit über einem Jahr auf der Verkaufsliste, die Transaktion ist aber wegen des schwachen Börsenumfelds nicht leicht. Konzernchef Hans-Peter Villis misst laut "Handelsblatt" dem Unternehmen, das ursprünglich als Sprungbrett nach Südosteuropa betrachtet worden war, keine strategische Bedeutung mehr bei. Er legt den Fokus vielmehr auf den türkischen Markt, auf dem sich die EnBW mit dem Versorger Borusan verbündet hat.
An der Börse frei handelbar sind momentan faktisch nur gut 13 Prozent der EVN-Aktien. Deshalb sehen es Finanzkreise der Zeitung zufolge als erforderlich an, dass Konsortialbanken und Management Aufklärung über den Versorger bei Großinvestoren und möglichen Käufern betreiben. Offenbar sei schließlich auch die Suche nach einem strategischen Investor für die EVN erfolglos geblieben. EnBW-Chef Villis wiederum benötige finanziellen Spielraum, um seinen Expansionskurs auf dem deutschen Markt finanzieren zu können.
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