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Verfasst am 19.01.2012 um 12:45, Autor: APA
Flughafen Wien halbiert trotz Passagierrekords die Dividende
Gewinn 2011 wird für Ausschüttung von 21 Mio. Euro reichen - Skylink bringt heuer noch hohe Kosten und wenig Ertrag - GRAFIK 0084-12, Format 88x136 mm
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Genaue Geschäftszahlen zum Jahr 2011 wollen die Vorstände erst im März bekanntgeben, schon jetzt kündigten sie aber an, dass die Dividende voraussichtlich halbiert - von 2 Euro im Jahr 2010 - und aus dem Gewinn bedient wird. Ein Euro pro Aktie würde eine Ausschüttung von 21 Mio. Euro bedeuten, der Gewinn wird auch voraussichtlich über 21 Mio. Euro liegen, bestätigte Ofner auf Nachfrage. Der Flughafen hat 2011 Sonderabschreibungen von 74 Mio. Euro verbucht.
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Das "Schlüsselprojekt" für 2012 ist die Inbetriebnahme des neuen Piers Skylink, der Anfang Juni starten soll. Der Probebetrieb laufe gut, "erfreulicherweise" habe man zahlreiche - rund 350 - Mängel und Probleme gefunden, die nun bis zum echten Start beseitigt werden. Bis Ende April sollen über 3.000 Testpassagiere den Probebetrieb durchlaufen haben. Der neue Pier ist die Basis dafür, die Kapazität des Flughafens auf 30 Mio. Passagiere aufzustocken, im ersten Jahr ist er aber noch kein großes Geschäft, rechnete Ofner vor: die operativen Kosten werden bei 30 bis 35 Mio. Euro liegen, dazu kommen ein Zinsaufwand von 20 Mio. Euro und Abschreibungen von 40 Mio. Diesen gut 90 Mio. Euro an Kosten stehen erwartete Erträge (für ein gutes halbes Jahr) von 20 Mio. Euro gegenüber.
Skylink hat dem Flughafen dafür geholfen, schmerzlos mit dem Personalüberschuss umzugehen. 300 bis 400 Mitarbeiter wurden von alten Jobs umgeschichtet auf Skylink, in Summe blieb die Zahl der Mitarbeiter bei rund 4.500 unverändert. Auch 2012 ist kein Wachstum vorgesehen. Der Flughafen wird nun Gebäudeverwaltung abseits der Passagierabfertigung an Externe vergeben. 300 zusätzliche Jobs bringt Skylink im Rahmen der Geschäfte und Restaurants, die dort eröffnet werden. Hinweise auf den Saboteur, der zahlreiche Schäden am Skylink verursacht hat, habe es noch nicht gegeben, aber immerhin auch keine weiteren Schäden.
Insgesamt soll 2012 ein Umsatzplus bringen, die Investitionen werden sich auf 160 Mio. Euro belaufen, kündigten die Vorstände an. Bis 2015 werden nur mehr 590 Mio. Euro statt 650 Mio. Euro investiert. Prominentestes Opfer des Sparstiftes wird die Parkgarage für Limousinen. Das mittelfristige (bis 2020) Wachstumsziel von jährlich vier Prozent bleibt von der Schwäche 2012 unberührt.
Ofner beklagte auch eine starke Unterbewertung der Flughafen-Aktien. Bei rund 28 Euro mache die Börsenkapitalisierung mit 580 Mio. Euro nur rund 70 Prozent des buchmäßigen Eigenkapitals von 800 Mio. Euro aus. Vergleichs-Flughäfen wie Frankfurt, Zürich oder München lägen hier wesentlich besser.
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