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Verfasst am 23.04.2010 um 04:01, Autor: APA
Petrikovics wollte für CPB Milliarden-Ablöse für Managementverträge
Obwohl Altverträge Ende 2008 ohne jede Abstandszahlung ausgelaufen wären - Laut "WirtschaftsBlatt" wurde Anlegern geplante Änderung vor Immoeast-Kapitalerhöhung verschwiegen
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Laut Staatsanwaltschaft hatten die Managementverträge zwischen CPB und Immofinanz sowie Immoeast unter dem Multi-Vorstand Petrikovics - er leitete Bank und Immo-Gruppe in Personalunion - eine dreijährige Laufzeit, bis Ende 2008. Im Juli 2007 segnete der CPB-Aufsichtsrat neue Verträge mit 10 Jahren Laufzeit und variabler Fee ab. Diese neuen Verträge wurden schon im März 2007 im Aufsichtsrat besprochen.Frauenthal unterbricht Aktienrückkauf ...
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"Bemerkenswert" ist dabei für Norbert Haslhofer, der bis vor kurzem als Staatsanwalt die Ermittlungen in der Causa leitete, "dass lediglich eine Änderung bei der Immofinanz, nicht aber bei der Immoeast angekündigt wurde, obwohl sie damals ebenfalls schon vorbereitet wurde". Dies, so Haslhofer laut Zeitung im Strafakt, wohl, "um die unmittelbar bevorstehende Kapitalerhöhung (Mai 2007) nicht zu gefährden." Nachsatz: "Es ist davon auszugehen, dass man die künftigen Immoeast-Anleger offensichtlich bewusst nicht über diese für die Immoeast nachteilige, bereits unmittelbar nach der Kapitalerhöhung geplante Änderung informiert hat." Zugleich sollen die Verträge laut Haslhofer erst im Ende August 2007 zivilrechtlich in Geltung gesetzt, aber "auf Juli 2007 rückdatiert" worden sein.
Die neuen Verträge - die CPB führte über die Managementverträge die Immo-Gruppe - führten zu einer Steigerung der Management Fees von 50 auf 74 Mio. Euro, die aber als Provisionserträge verbucht wurden. "Überdies wurden sie nicht in allen Punkten vereinbarungskonform, sondern überhöht bzw. bei Kapitalerhöhungen sogar ohne schriftliche Vereinbarungen abgerechnet", heißt es. Laut Haslhofer hat Petrikovics - bis Oktober 2008 Chef der Immo-Gruppe - schon zwei Wochen nach Inkrafttreten die "Internalisierung" der neuen Managementverträge angewiesen.
Offiziell hält sich die Staatsanwaltschaft zur Causa bedeckt: "In Teilkomplexen lässt sich langsam festmachen, wo allenfalls strafbares Handeln vorgenommen worden sein könnte", wird Gerhard Jarosch, Erster Staatsanwalt der Wiener Anklagebehörde, von der Zeitung zitiert. Für alle Genannten bzw. Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.
Der als Sanierer eingesetzte jetzige Immofinanz-Chef Eduard Zehetner erhebt wie berichtet gegen den "Bad Bank"-Teil der früheren Constantia Privatbank Forderungen in Gesamthöhe von rund 400 Mio. Euro, von denen laut Zehetner allein etwa 250 Mio. Euro aus früheren "Überfakturierungen" oder "Doppelfakturierungen" der Bank gegen die Immo-Gruppe resultieren. Als letzter Akt der Restrukturierung der Gruppe soll die Immofinanz-Tochter Immoeast mit ihrer Mutter verschmolzen werden, absegnen sollen dies die Aktionäre in außerordentlichen Hauptversammlungen am 20. und 21. Jänner.
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