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Verfasst am 03.02.2012 um 11:11, Autor: APA
UNIQA - Börsepläne 2013 intakt, Zeitplan heuer bis Sommer
Mannheimer-Verkauf bringt Buchgewinn, Closing im 1. Quartal - Weniger Vorsorgen bei Beteiligungen nötig
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Nach früheren Angaben soll der Streubesitz durch die Ausgabe neuer Aktien von derzeit unter 10 Prozent auf über 30 Prozent wachsen, und die Raiffeisen-Kernaktionäre könnten sich auf bis zu 51 Prozent zurückziehen. Am Markt war im vergangenen Sommer über ein Emissionsvolumen von bis zu 600 Mio. Euro spekuliert worden.
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Wenn klar sei, dass das SPO für 2013 auf Schiene sei, reiche das auch der Ratingagentur Standard & Poors, so Brandstetter und CFO Hannes Bogner. Beim Beibehalten des Ausblicks "stabil" hatte S&P im Dezember bei der Herabstufung von A auf A- erklärt, man erwarte 2012 eine Verbesserung der Kapitalausstattung. "Ihr müsst schauen, dass ihr das bis Ende 2012 auf Schiene bringt", sieht UNIQA als Botschaft.
Der Verkauf der deutschen Mannheimer-Versicherung werde der UNIQA für ihre 91,7 Prozent einen Buchgewinn bringen, das Closing erfolge aber erst im 1. Quartal 2012, deshalb sei Mannheimer noch in der Bilanz 2011 enthalten. Zum Preis sei mit dem Käufer "Die Continentale" Stillschweigen vereinbart worden. 2010 hatte die Mannheimer AG Holding mit ihren drei operativen Versicherungen 412 Mio. Euro Prämie eingenommen. Die Mannheimer-Gruppe zählt 840 Mitarbeiter, die UNIQA-Gruppe 15.000, davon 9.000 in der Verwaltung.
In Österreich steigerte die UNIQA-Gruppe 2011 die verrechneten laufenden Prämien (inkl. Sparanteile aus Fonds- und Indexpolizzen) um 2,8 Prozent auf 3,546 Mrd. Euro. Im internationalen Geschäft wuchsen die laufenden Prämien um 7,6 Prozent auf 1,821 Mrd. Euro, darunter in Osteuropa um 6,5 Prozent auf 1,085 Mrd. Euro. Teils deutlich über Markt expandierten in Osteuropa vor allem die Gesellschaften in Montenegro, Albanien, Bosnien, Bulgarien, Serbien, der Ukraine, Tschechien, Russland und Ungarn. In der Ukraine, dem zweitgrößten Markt nach Russland, sei die UNIQA 2011 vermutlich die Nummer 1 geworden, so Brandstetter. Die Gesellschaften in Westeuropa (samt Mannheimer) nahmen mit 675 Mio. Euro um 9,1 Prozent mehr ein.
In der Lebensversicherung zeigte das Geschäft gegen laufende Prämie deutliche Zuwächse: konzernweit um 4,8 Prozent auf 1,657 Mrd. Euro, in Österreich um 2,7 Prozent auf 1,329 Mrd. Euro, im internationalen Geschäft um 14,0 Prozent auf 328 Mio. Euro. Jeweils um mehr als 20 Prozent zulegen konnte man dabei in Rumänien, Russland, der Ukraine und Polen. Insgesamt (laufend und Einmalerläge) sanken die Einnehmen in Leben dagegen um 15,2 Prozent auf 2,260 Mrd. Euro, da die Einmalerläge in mehreren Ländern um zusammen 44,3 Prozent auf 603 Mio. Euro zurückgingen, etwa in Österreich, Italien und Polen.
In Schaden/Unfall erzielte die UNIQA-Gruppe verrechnete Prämien von 2,706 Mrd. Euro, ein Plus von 4,6 Prozent. In Österreich betrug der Zuwachs 3,0 Prozent auf 1,403 Mrd. Euro, international 6,3 Prozent auf 1,302 Mrd. Euro. Jeweils über 13 Prozent legte man in Montenegro, Kroatien, Italien, Ukraine und Polen zu.
In der privaten Krankenversicherung stiegen die verrechneten Prämien konzernweit um 3,4 Prozent auf 1,005 Mrd. Euro, davon 814 Mio. Euro (+2,8 Prozent) aus Österreich und 191 Mio. Euro (+6,0 Prozent) international. Jeweils über 25 Prozent Plus erreichte man in Serbien, Albanien, Polen, der Ukraine und dem Kosovo.
Niedriger als erwartet sind 2011 für die UNIQA-Gruppe die Abwertungen im Beteiligungsbereich ausgefallen. Dafür war man im Herbst von bis zu 80 Mio. Euro bilanziellen Vorsorgen ausgegangen, letztlich wurden es nur rund 55 Mio. Euro, wie Bogner der APA auf Anfrage sagte. Impairments habe es etwa auf die Rumänien-Beteiligung gegeben, aber auch im Immobilien-Sektor. Wegen zusätzlicher Kosten in anderen Bereichen bleibe die Gesamtsumme der Sonderaufwendungen von 190 Mio. Euro aber gleich. Die restlichen 30 Mio. Euro sind ja für eine zusätzliche Dotierung der UNIQA-Mitarbeiter-Pensionskassenlösung gedacht, in die rund 3.500 Leute neu einbezogen werden.
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