Verfasst am 03.02.2012 um 14:04, Autor: APA
Wiener Städtische 2011 mit weniger Schäden aus Naturkatastrophen
Aufwendungen sanken auf 13 Mio. Euro - Österreichweit um 18 Prozent weniger Schäden gemeldet
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Einen deutlichen Rückgang bei den Schäden aus Naturkatastrophen gab es im Vorjahr bei der zur börsenotierten Vienna Insurance Group (VIG) gehörenden Wiener Städtische Versicherung. Weltweit seien wegen Großereignissen die Schäden aus Naturkatastrophen signifikant gestiegen, Europa sei aber weitgehend verschont geblieben, so die Versicherung in einer Mitteilung von heute, Freitag. In Österreich sei 2011 eines der schwächsten Jahre der letzten Zeit gewesen.Die Aufwendungen für Naturkatastrophen machten bei der Wiener Städtischen nur rund ein Viertel jener aus dem durch Hagelstürme und Hochwasser gekennzeichneten Jahr 2009 aus. Die Wiener Städtische, nach der Generali Versicherung zweitgrößter Schaden/Unfallversicherer, habe an Aufwendungen für Schäden aus Naturkatastrophen im Vorjahr rund 13 Mio. Euro geleistet. 2010 waren es rund 18 Mio. Euro.

Die Zahl der gemeldeten Schäden sank 2011 gegenüber 2010 um 18,3 Prozent auf rund 12.000. Rückgänge gab es in Wien (-36 Prozent auf 2.552) und Niederösterreich (-39 Prozent auf 2.024), Burgenland (-43 Prozent auf 704), Vorarlberg (-3 Prozent auf 293) und Tirol (-57,4 Prozent auf 273). Zuwächse wegen punktueller Ereignisse verzeichnet die Wiener Städtische in der Steiermark (+23,5 Prozent auf 2.713), in Oberösterreich (+3 Prozent auf 1.611), Kärnten (+24 Prozent auf 976) und Salzburg (+25 Prozent auf 906).

Die weltweiten Schäden aus Naturkatastrophen werden von den großen Rückversicherungsunternehmen für 2011 auf rund 80 Mrd. Euro geschätzt. Milliardenschäden verursachten vor allem die verheerenden Katastrophen in Japan, Neuseeland und Thailand.

Österreich sei zwar im vergangenen Jahr vor großen Schäden aus Naturkatastrophen weitgehend verschont geblieben, die Entwicklung der letzten fünf Jahre zeige aber, dass Intensität und Häufigkeit grundsätzlich zunähmen, so Wiener-Städtische-Vorstand Erich Leiß in der heutigen Pressemitteilung. Wegen stärkerer Besiedlungsdichte und höherer Vermögenswerte stiegen die Schadenssummen bei Naturkatastrophen. 


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