Verfasst am 18.01.2012 um 12:34, Autor: EMFIS.COM
Lukoil: Dornröschenschlaf demnächst beendet?
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2011 war für den russischen Energie-Riesen Lukoil bereits das zweite Jahr in Folge mit einer rückläufigen Produktionsmenge. Jetzt will der Konzern aggressiv gegenlenken, damit die Zeiten der Stagnation ein für allemal ihr Ende finden.



Allzu überraschend kam die Meldung über einen reduzierten Öl-Ausstoß nicht. Denn Lukoil hatte bereits im Verlauf des letzten Jahres angekündigt, die Bohrarbeiten in einigen Projekten erkennbar zurückzufahren, da der seit Sommer tendenziell schwächere Ölpreis einen  geringeren Return on Investment (ROI) zur Folge gehabt hätte.



Deutlich höhere Investitionen angekündigt



Ungeachtet der weiteren Preisentwicklung beim Schmierstoff der Weltwirtschaft wollen die Russen nun aber kräftig aufs Gaspedal drücken. Beliefen sich die Investitionen des Konzerns im Vorjahr noch auf 9,8 Milliarden Dollar, sollen es 2012 13,9 Milliarden Dollar werden. Dies bedeutet einen Anstieg um stattliche 22 Prozent. 70 Prozent der Gesamtsumme sollen aufgewendet werden, um den Förderrückgängen in den sibirischen Liegenschaften zu stoppen und um die Produktion eines irakischen Ölfelds anzukurbeln.



Gestiegene Reserven



Über genügend schwarzes Gold, um diese Vorhaben umzusetzen, verfügt Lukoil allemal. Im abgelaufenen Jahr konnte die Gesellschaft ihre Öl- und Gasreserven sogar erkennbar von zuvor 123 auf jetzt 143 Millionen Tonnen Öl-Äquivalent steigern – und das, obwohl die Explorationsarbeiten in den westsibirischen Lagerstätten nur schleppend vorankamen. Hauptsächlich dürfte der rückläufige Ausstoß auf veraltete Fördertechniken und Gerätschaften zurückzuführen sein. Die milliardenschweren Investitionen sollten Lukoil dabei helfen, den technologischen Anschluss an die Konkurrenz nicht völlig zu verpassen.



Fazit:



Obgleich es in den vergangenen beiden Jahren bei Lukoil möglicherweise nicht ganz optimal gelaufen sein mag, ist die Aktien allein schon unter Bewertungsgesichtspunkten (klar einstelliges Kurs/Gewinn-Verhältnis) für Anleger, die von steigenden Ölpreisen ausgehen, hoch interessant, zumal der Wert auch charttechnisch alles andere als schlecht aussieht.  


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