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Verfasst am 11.02.2011 um 16:45, Autor: EMFIS
De Beers - Wachstum wird sich fortsetzen
2010 kommt De Beers, der größte Diamantenproduzent der Welt, auf einen Umsatz von 5,88 Milliarden Dollar. Im Jahr zuvor musste sich der Konzern krisenbedingt noch mit 3,8 Milliarden Dollar begnügen. Das klare Umsatzplus ist nicht nur mit einer höheren Förderung zu begründen. Im Vorjahr haben sich Diamanten im Schnitt um 27 Prozent verteuert.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbessert sich von 654 Millionen Dollar auf 1,43 Milliarden Dollar. Netto verdient das Unternehmen im abgelaufenen Jahr 598 Millionen Dollar, während man im Vorjahr noch einen Verlust von 220 Millionen Dollar verbuchte. Gleichzeitig werden die Schulden von 3,2 Milliarden Dollar auf 1,76 Milliarden Dollar reduziert.
Bei der Produktion werden die eigenen Prognosen klar übertroffen. Erwartet hat der Diamantengigant eine Förderung von 30 Millionen Karat bis 31 Millionen Karat. Ans Tageslicht gebracht werden am Ende 33 Millionen Karat. Zum Vergleich: 2009 waren es nur 24,6 Millionen Karat. Für 2011 gibt man sich bei De Beers optimistisch. Die Förderung soll auf 38 Millionen Karat steigen, im kommenden Jahr soll die Kapazitätsgrenze erreicht werden, dann soll die Förderung bei 40 Millionen Karat liegen.
Die Abbauaktivitäten der Gesellschaft beschränken sich auf Botswana, Südafrika, Namibia und Kanada. In Kanada laufen derzeit die Planungen, eine neue Mine zu errichten. In wenigen Wochen soll eine dafür notwendige Machbarkeitsstudie beendet sein. Es geht um das Gahcho Kue Projekt. Dies wäre die dritte Mine von De Beers, in der jährlich mehr als 5 Millionen Karat gefördert werden können. Pläne existieren zudem, die Jwaneng Mine in Botswana auszubauen. Dort sollen 3,6 Milliarden Dollar investiert werden. Auch wird überlegt, die Untertageaktivitäten in Venetia (Südafrika) zu starten.
Noch sind die USA bei De Beers der größte Nachfrager nach Diamanten. Im vergangenen Jahr haben sie 38 Prozent der Edelsteine erworben. Mit weitem Abstand folgen China / Hongkong mit 11 Prozent und Indien mit 10 Prozent. Bis 2015 könnte sich dieses Verhältnis jedoch ändern. Bei De Beers glaubt man, dass dann der Marktanteil von China, Hongkong, Taiwan, Indien und den Golfstaaten bei rund 40 Prozent liegen könnte.
Für 2011 zeigt sich die Unternehmensspitze optimistisch. Auch das laufende Jahr soll gut werden, den Boom des Vorjahres wird es voraussichtlich jedoch nicht erneut geben. Das Wachstum soll demnach auf niedrigerer Basis weitergehen.
Größter Anteilseigner von De Beers ist Anglo American (45 Prozent, WKN: A0MUKL). 40 Prozent liegen in den Händen der Familie Oppenheimer aus Südafrika. Die verbleibenden 15 Prozent gehören dem Staat Botswana.
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