Mittwoch, 23.05.2012 - aktualisiert um 23:47:00 | Österreich Edition
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Verfasst am 30.01.2012 um 09:44, Autor: EMFIS
Marktbericht: Down Under nach starken Start etwas leichter
Der S&P/ASX, der zeitweilig bereits die Marke von 4.300 Zählern ins Visiert nahm, gab bis zum Ende der Sitzung 15,7 Punkte oder 0,37 Prozent auf 4.272,60 Zähler. Beim All Ordinaires ging es 14,1 Zähler (0,32 Prozent) auf 4.334,40 Punkte abwärts.
Rohstoff-Titel ohne einheitliche Tendenz
Die Aktien aus dem Rohstoff-Segment wiesen dabei einmal mehr eine gemischte Wertentwicklung auf. Mit 37,67 Dollar wiesen die Anteilsscheine von BHP Billiton einen im Vergleich zum Vortag nahezu unveränderten Schlusskurs auf. Demgegenüber standen die Anteilsscheine des Konkurrenten Rio Tinto, die zuletzt eine erkennbare Out-Performance aufweisen unter leichtem Abgabedruck. Bis zur Schlussglocke verbilligten sich die Titel um 1,1 Prozent auf glatt 69 Dollar. 0,6 Prozent abwärts ging es mit den Kursen der Aktie des Eisenerzhändlers Fortescue Metals, die den Handel bei 5,03 Dollar beendete.
Besser sah es da schon im Edelmetall-Sektor aus: Zwar büßten die Kurse des Gold-Schwergewichts Newcrest Mining 0,23 Prozent auf 34,32 Dollar ein. Die Papiere der kleineren Wettbewerber wie Kingsgate Consolidated oder OceanaGold konnten hingegen 2,7 Prozent auf 7,52 Dollar respektive 1,7 Prozent auf 2,42 Dollar zulegen. Die Aktien von Silver Lake gönnten sich heute mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 3,63 Dollar nach den zuletzt sehr deutlichen Zugewinnen eine kleine Verschnaufpause.
Wenig Bewegung gab es im Energie-Bereich: So verbilligten sich die Aktien von Woodside Petroleum im Schlepptau eines wieder leicht rückläufigen Ölpreises um 0,25 Prozent auf 34,32 Dollar. Die Papiere von Oil Search gaben sogar 1,2 Prozent auf 6,51 Dollar. In den grünen Bereich schaffte es dafür die Santos-Aktie, die am Ende des Handels einen Aufschlag von 0,37 Prozent auf 13,53 Dollar aufwies.
Banken von Ratings-Abstufungsgerüchten belastet, Einzelhändler weiter schwach
Dafür notierten die Aktien der vier Großbanken durch die Bank weg im Minus. Belastet wurde der Sektor unter anderem von Gerüchten, dass die Ratings-Agentur Fitch die Bonität australischer Finanzinstitute wegen der hohen Abhängigkeit von Offshore-Krediten möglicherweise herabstufen könnte. Unter Berücksichtigung dieser wenig erbaulichen Nachricht hielten sich die Verluste jedoch noch in vernünftigen Grenzen. Am robustesten präsentierten sich die Dividenden-Papiere der Australia and New Zealand Banking Group, die lediglich 0,13 Prozent auf 21,47 Dollar verloren. Die Aktien der Commonwealth Bank gaben 0,23 Prozent auf 51,04 Dollar nach. Deutlich dynamischer gen Süden ging es bei den Papieren der Westpac Banking Corp sowie der National Australia Bank, die 0,9 Prozent auf 21,10 Dollar bzw. 0,7 Prozent auf 23,91 Dollar verloren.
Wenig Bullisches gibt es auch von den Einzelhändlern zu berichten, von denen viele in dieser Woche ihre Zahlenwerke vorstellen. Im Vorfeld setzte sich der Abwärtstrend insbesondere bei Woolworth und Westfarmers fort. Die erstgenannte Aktie fiel um 1,1 Prozent auf 24,45 Dollar. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die Mitteilung, dass drei Direktoren-Posten neue besetzt wurden. Denn die Papiere von Westfarmers verloren lediglich 0,53 Prozent auf 30,17 Dollar.
Obgleich die australischen Aktienindizes heute ein paar Federn lassen mussten, eröffnen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Down Under gepaart mit der recht günstigen Bewertung und einer charttechnisch viel versprechenden Ausgangslage kurzfristig weitere Zugewinne. Allerdings müssen Investoren in jedem Fall damit rechnen, dass sich das derzeit positive Sentiment schnell wieder ins Gegenteil verkehrt, wenn schlechte ökonomische Daten aus den USA oder Europa eintreffen.
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