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Verfasst am 03.02.2012 um 19:51, Autor: BoerseGo
Analysten halten trotz Aktienrally meist an Prognosen für S&P 500 fest
Obwohl in den ersten Handelswochen dieses Jahres der S&P 500 um 6,7 Prozent auf 1.326 Zähler klettert ist, haben nur 13 der befragten Analysten ihre Prognose für das Börsenbarometer angehoben. Berücksichtigt man diese Revidierungen, liegt das aktuelle Kursziel für den S&P 500 um nur 1 Prozent höher als die durchschnittliche Einschätzung zum Ende des Jahres 2011 und um nur 1,8 Prozent höher als der aktuelle Stand des Index. Analyst Andrew Garthwaite von der Credit Suisse, Gary Evans von HSBC und Tobias Levkovich von der Citigroup haben ihre Prognosen für den S&P 500 angehoben. Garthwaite und Evans haben ihr Kursziel für das Börsenbarometer von 1.250 auf 1.400, Levkovich von 1.375 auf 1.425 angehoben. Nach Ansicht von Garthwaite sorgen die sogenannten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte "LTROs" (Longer Term Refinancing Operations) der EZB vorerst für positive Stimmung an den Börsen, bevor dann die alten Probleme wieder zum Vorschein geraten.
Kollege Jonathan Golub von der UBS rechnet mit einem seitwärts laufendem Markt und belässt daher seine Prognose für den S&P 500 unverändert bei 1.325 Punkten. Die Aktienmärkte haben hauptsächlich auf die Konjunkturdaten reagiert, aber jetzt bilden schwache Quartalsergebnisse den Hauptsorgenpunkt anstatt Europa. Die Analysten von Goldman Sachs haben infolge der enttäuschenden Zahlen für das vierte Quartal eine der pessimistischsten Vorhersagen für den S&P 500 abgegeben. Sie behalten ihre Vorhersage bei und gehen weiterhin bis zum Jahresende von einem Rückgang des Börsenbarometers von 6 Prozent auf 1.250 Punkte aus. Nach Ansicht von Dan Suzuki von Bank of America/Merrill Lynch wird die bevorstehende Wahlkampfzeit als Bremse für die Aktienkurse erweisen. "Die ganze Unsicherheit wird auf dem Markt lasten und ebenso auf den Unternehmensentscheidungen", so Suzuki. Sein Ziel für den S&P 500 bleibt weiterhin bei 1.350 Punkten, wobei hier ein größerer Rückgang der Aktien in der zweiten Jahreshälfte als in der ersten Jahreshälfte erwartet wird.
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