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Verfasst am 30.04.2010 um 16:18, Autor: MB
Wirtschaftsblatt: Griechenland ist und bleibt in aller Munde
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"Die Märkte sorgen sich um Griechenland, aber Griechenland ist nur die Spitze des Eisbergs." Diese Worte haben Gewicht, stammen sie doch von niemand Geringerem als dem US-Starökonomen Nouriel Roubini, jenem Mann, der die Finanz- und Wirtschaftskrise rechtzeitig vorhergesagt hatte. Er fürchtet, dass die allgemein hohen Staatsverschuldungen noch zu einem großen Problem werden könnten, allen voran auch in den USA. Nebst Steuererhöhungen seien auch ausgabenseitige Einsparungen dringend notwendig. Bedauerlicherweise bestünde aber kein politischer Wille dazu, solange nicht der Anleihenmarkt zu Einschnitten zwinge. Genau das sei jetzt in Griechenland der Fall, in den USA aber leider nicht. Umso schlimmer könnte alles später werden: "Das Risiko, dass in den USA diesbezüglich in zwei bis drei Jahren etwas Schlimmes passiert, ist signifikant hoch", so Roubini.
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Genau davor fürchten sich auch heimische Experten. Beim jüngsten, von Apa-Finance und DerBörsianer.com initiierten Q-Check (Quartals-Check), einer neuen Veranstaltungsreihe zum Informationsaustausch innerhalb der Finanzcommunity mit Vertretern von Bawag/PSK Invest, Erste Sparinvest, Cheuvreux, Fidelity und Franklin Templeton, war ebenfalls Griechenland das Thema Nummer eins.
Zweckoptimismus?
"Wirklich gefährlich wird's, wenn ganz große Volkswirtschaften wie die USA in Mitleidenschaft gezogen werden", meinte etwa Fidelity-Experte Alfred Strebel, der in Griechenland auch Struktur-Probleme ortet: "Dort wird einfach nicht so viel gearbeitet wie anderswo. Das müssen die Griechen verbessern." Grundsätzlich überwiegt bei den Bankern aber der Optimismus. "Griechenland wird gerettet werden", so der Tenor. Und zwar egal, wie viel es kostet. Konjunktur und Märkte sollten, wenn auch volatil, weiter nach oben ziehen.
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