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Die Analysten von Raiffeisen Research rechnen damit, dass die Liquiditätshilfen der Notenbank vorerst nicht verhindern können, dass die Aktienmärkte und auch wesentliche Marktsegmente der Unternehmensanleihen in den ersten Monaten 2012 von fallenden Kursen geprägt sein werden.

Hauptthema an den Aktienmärkten der Eurozone wird ihrer Meinung nach auch in den kommenden Monaten die Staatsverschuldungskrise sein. „Nach wie vor sind die diesbezüglichen Probleme nicht gelöst. Solange es hierzu weiterhin kein wirklich entschlossenes Handeln von Seiten der Politik gibt, scheint es mehr als fraglich, ob sich die Aktienmärkte nachhaltig erholen können“, erklärt Helge Rechberger, Leiter der RBI-Aktienmarktanalyse. Hinzu komme außerdem, dass vor dem Hintergrund einer sich deutlich abschwächenden globalen Konjunktur zwangsläufig weitere negative Gewinnrevisionen bei den Unternehmen anstehen. „Aufgrund dieser Faktoren sehen wir in den kommenden Monaten nur wenig Spielraum für eine Stimmungsaufhellung an den Aktienmärkten der Eurozone, womit neuerliche Kursrückgänge realistisch erscheinen.“

Bei US-Aktien sieht der Experte mehr dunkle Wolken als Lichtblicke und rät daher zum Verkauf: „Die Börsen haben sich zwar schon ein Stück weit auf ein schwierigeres Umfeld eingestellt, und die vorhandene Liquidität fließt auch in den Aktienmarkt – gerade für das erste Quartal 2012 erwarten wir aber noch einmal Kursrückgänge.“

„Die Margen befinden sich in Schwindel erregenden Höhen und die Gewinnschätzungen für Unternehmen für die kommenden zwölf Monate sind immer noch nicht an das Konjunkturbild angepasst“, so Rechberger. Er geht davon aus, dass sich die Risikobereitschaft daher vorerst nicht erhöhen wird, zusätzlich dürften negative Meldungen von der Konjunkturfront und zur Bonität im Staatsanleihenbereich das Kursniveau dämpfen. Der Analyst erwartet, dass bei Unternehmensanleihen insbesondere der High Yield-Bereich stärker in Mitleidenschaft gezogen werden dürfte als Anleihen von guter Qualität. „Sollte sich die Realisierung von Budgetsanierungen beschleunigen, dürfte sich das Stimmungsbild im Verlauf des Jahres 2012 wieder aufhellen und parallel zu den Konjunkturvorlaufindikatoren für steigende Kurse sorgen“, erwartet Rechberger.
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Verfasst am 02.01.2012 um 09:38, Autor: DH

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