Donnerstag, 23.05.2013 - aktualisiert um 18:48 MEZ
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Der Kursverlauf von BYD glich in den letzten Tagen einer Achterbahnfahrt. Erst kam ein Autounfall, der weitreichende Konsequenzen haben könnte, und dann folgten neue Förderzusagen aus Peking.

Das chinesische Finanzministerium hat heute bekannt gegeben, dass es künftig bis zu 2 Milliarden Yuan (315 Millionen US-Dollar) pro Jahr für die Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge ausgeben wird. Darüber hinaus sollen Dienstleister wie zum Beispiel Taxigesellschaften in 25 Großstädten im Rahmen eines Pilotprojekts dazu animiert werden, auf abgasfreie Autos umzusteigen. Auch der Einsatz von Bussen mit Hybridmotoren soll gefördert werden.

Da der chinesische Elektroautopionier BYD zu den Nutznießern dieser Stimulationsmaßnahme gehören dürfte, konnten die Vortagesverluste heute kompensiert werden. Gestern hatte die Nachricht über einen Autounfall den Kurs nach unten getrieben.

Folgenschwerer Autounfall

In Shenzhen hatte es am frühen Sonntag einen Verkehrsunfall mit einem Elektro-Taxi vom Typ BYD E6 gegeben. In den Medien wurde berichtet, dass das Taxi nach einem Auffahrunfall in Flammen aufgegangen sei und dass sowohl der Fahrer, als auch die zwei Passagiere dabei verbrannt sind.

BYD hat bereits angekündigt, den Behörden bei der Aufklärung zu assistieren. Die Verkehrspolizei von Shenzhen hat das Unfallfahrzeug in Verwahrung genommen. BYD hat bislang keinen Zugang. Obwohl aktuell noch nicht aufgeklärt ist, wodurch der Brand verursacht wurde, kursieren im Internet bereits Gerüchte, dass sich die Batterien entzündet haben sollen.

Laut BYD entsprach das Unfallfahrzeug jedoch den nationalen Sicherheitsstandards. Bei den verwendeten Batterien habe man im Testbetrieb nachgewiesen, dass sie sich selbst bei einer 50-prozentigen Deformation nicht entzünden. In Shenzhen habe es bereits 18 Auffahrunfälle mit den E-Taxis von BYD gegeben. In keinem der Fälle sei es zu einem Brand oder Personenschäden gekommen.

Marktbeobachter befürchten nun, dass dieser Zwischenfall das Vertrauen in die Elektrotechnik von BYD beeinträchtigen könnte. Die Analysten von Nomura gehen jedoch davon aus, dass sich die finanziellen Einbußen in engen Grenzen halten sollten – selbst für den Fall, dass BYD eine Rückrufaktion für alle Elektrofahrzeuge starten muss. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Geschäft mit Elektroautos bei BYD weniger als 2 Prozent zum Jahresumsatz beigetragen.

An der Börse Hongkong steht der Kurs von BYD Co Ltd heute 5,9 Prozent im Plus auf 16,14 Hongkong-Dollar.

Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag "BYD will Solar-Produktionskapazität ausbauen" auf www.emfis.de .
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Verfasst am 29.05.2012 um 10:41, Autor: EMFIS
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