Chinas Automarkt - BMW und Volkswagen sind vom Potenzial überzeugt

Anfang dieses Jahres häuften sich die kritischen Stimmen zum chinesischen Automarkt. Und tatsächlich waren die Zuwachsraten dürftig, was zum Teil jedoch auch an den hohen Referenzwerten des Vorjahres gelegen hat. Dadurch, dass sich die Berichterstattung in den Medien zuletzt stark auf andere Krisenbranchen der chinesischen Wirtschaft fokussiert hat, ist aus dem Blick geraten, dass der Autosektor aktuell ermutigende Anzeichen einer Erholung aufweist. Auch für den Privatanleger winken möglicherweise wieder Chancen.
Rebound seit April
Die Daten, die der chinesische Branchenverband China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) zuletzt veröffentlicht hat, sprechen eine deutliche Sprache: Im Mai hat der Pkw-Absatz in China annualisiert 22,6 Prozent auf 1,28 Millionen Fahrzeuge zugelegt. Nach Angaben von Bloomberg hatten Analysten lediglich einen Anstieg auf 1,2 Millionen Einheiten erwartet. Insgesamt betrug das durchschnittliche Wachstum in den ersten fünf Monaten 5,48 Prozent auf 6,33 Millionen Pkw.
Dass der Aufwärtstrend vom April fortgesetzt werden konnte, spricht für das Potenzial des chinesischen Automarktes. Denn die Voraussetzungen waren zu Beginn dieses Jahres nicht gerade optimal. Aufgrund des Wegfalls einiger Subventionsprogramme war es in den ersten Monaten noch zu einer signifikanten Wachstumsverlangsamung gekommen. Belastend kamen außerdem in einigen Großstadtmetropolen neue Bestimmungen zur restriktiven Vergabe von Autoschildern hinzu, da die Gefahr eines Verkehrsinfarktes in den Ballungsräumen zunehmend zum Problem wird. Dementsprechend lassen einige Stadtverwaltungen inzwischen nur noch begrenzt überhaupt neue Fahrzeuge zu.
Mittelklasse wird treibender Faktor bleiben
Vor allem der wachsende Mittelstand in den Großstädten hatte in der Vergangenheit den chinesischen Automarkt angetrieben. Immer mehr Chinesen haben es zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht und leisten sich nun einen Lebensstil, der sich vor allem an den Konsumgewohnheiten in den westlichen Nationen orientiert. Obwohl Chinas aktuelle Wirtschaftsdaten auf den ersten Blick zwiespältig sind, gehen selbst die größten Pessimisten nicht davon aus, dass sich das rapide Wachstum dieser Bevölkerungsgruppe entscheidend verlangsamen wird.
Die Angehörigen des chinesischen Mittelstands bevorzugen traditionell eher Fahrzeuge aus dem gehobenen Segment. Dass die deutschen Autobauer BMW und VW erst vor wenigen Wochen unabhängig voneinander angekündigt haben, ihre Produktion im Reich der Mitte tüchtig zu steigern, ist ein Beleg dafür, dass die langfristigen Chancen überwiegen.
BMWs Produktionskapazität in China beträgt nach der jüngsten Expansion etwa 200.000 Fahrzeuge. Bis Ende 2013 wird ein Volumen von 300.000 Einheiten angepeilt, das je nach Marktentwicklung später sogar auf 400.000 erhöht werden kann.
Noch ehrgeiziger ist Volkswagen: Der Konzern aus Rüsselsheim will die Produktionskapazität in China bis 2018 sogar auf 4 Millionen Fahrzeuge steigern, was nahezu einer Verdopplung entspricht. Obwohl dies deutsche Konzerne sind, profitiert davon auch der chinesische Autosektor, weil ausländische Unternehmen Joint Ventures mit heimischen Autobauern eingehen müssen, ohne die sie sonst keinen Zugang auf den dortigen Markt hätten.
Anlegern, die an der Entwicklung des chinesischen Autosektors partizipieren wollen, bietet sich ein Investment in den Solactive China Automobile Performance-Index an. Der Index bildet die Wertentwicklung von 10 Einzelaktien aus dem chinesischen Autosektor nach. Vontobel hat auf den Solactive China Automobile Performance-Index ein Zertifikat aufgelegt, mit dem Anleger 1:1 an der Entwicklung des zugrunde liegenden Basket partizipieren. Die Wertpapier-Kennnummer lautet VT0WT8.
Der Solactive China Automobile Performance-Index enthält die Aktien folgender Unternehmen:
BYD
Dongfeng Motor Group
Great Wall Motor
Weichai Power
Guangzhou Automobile
Zhongsheng Group Holdings
Geely Automobile Holdings
Brilliance China Automotive
Xinyi Glass Holdings
Minth Group
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