DAX erholt - Commerzbank und ThyssenKrupp sehr robust

Die Marktteilnehmer waren übers Wochenende offenbar zu dem Schluss gekommen, dass nach den jüngsten herben Abschlägen zumindest eine technische Gegenreaktion zu erwarten sei. Dem G8-Gipfel wurde dagegen von den meisten Beobachtern bescheinigt, dass er kaum positive Impulse für das Marktgeschehen gebracht habe. Zwar hätten sich dabei die Teilnehmer unisono für mehr Wachstumsimpulse und für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ausgesprochen. Konkrete Lösungen wurden hingegen nicht präsentiert – allerdings hatte dies im Vorfeld auch kaum jemand erwartet.
Gute zwei Stunden nach Handelsbeginn befand sich der DAX heute 0,51 Prozent im Plus bei 6303 Punkten. Der MDAX gewann 0,9 Prozent auf 10.135 Zähler hinzu; der TecDAX stieg zuletzt um 0,88 Prozent auf 749 Stellen.
Versorgerwerte weiterhin schwach
Mit an der DAX-Spitze befand sich heute die Aktie von ThyssenKrupp, die in den vergangenen Wochen angesichts schlechter Zahlen und vieler hausgemachter Probleme besonders stark unter Druck gestanden hatte. Der Titel verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 15,29 Euro, nachdem er sowohl von der UBS als auch von der WestLB aufgestuft worden war. Die UBS hievte daneben heute auch das Papier von Merck KGaA mit einer Kaufempfehlung um 2,5 Prozent nach oben auf 75,76 Euro.
Daneben verhalf die aufgebesserte Stimmung bisher vor allem der Commerzbank zu einem üppigen Aufschlag von 3,0 Prozent auf 1,43 Euro. Dagegen fiel der Anstieg der Aktie der Deutschen Bank mit plus 0,5 Prozent auf 28,61 Euro bislang relativ moderat aus. Weiterhin schwach zeigten sich die Versorgerwerte. Hier gaben E.ON 0,3 Prozent auf 15,16 Euro und RWE 1,0 Prozent auf 29,70 Euro ab. Das Papier von Henkel verlor sogar 1,9 Prozent auf 53,34 Euro, ohne das zunächst neue Meldungen vorlagen.
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