© Deutsche Bank AG
Die Investoren durchleben am deutschen Aktienmarkt weiterhin Wechselbäder der Gefühle. Zunächst legte der DAX heute trotz schwacher Vorgaben aus den USA gut zu, drehte dann aber in der ersten Handelsstunde bereits wieder nach unten, um sich anschließend erneut zu erholen.

Dabei herrscht unter den Beobachtern die einhellige Überzeugung vor, dass mit dem Ausgang der Griechenland-Wahl am Wochenende die Probleme des Landes noch nicht vom Tisch seien. Daneben befinden sich die Anleihen-Renditen Spaniens – und auch Italiens – inzwischen auf einem alarmierend hohen Niveau; und eine Entspannung ist hier nach wie vor nicht in Sicht. Angesichts dessen richten sich die Hoffnungen der Marktteilnehmer weiterhin insbesondere auf die großen Notenbanken, die demnächst weitere Maßnahmen zur Versorgung der Märkte mit Liquidität auflegen könnten. Die amerikanische FED beispielsweise könnte sich bereits im Verlauf dieser Woche für neue Stimulierungsaktionen entscheiden, da sich die Arbeitslosigkeit in den USA sich immer noch auf einem hohen Niveau befindet. 

Gute zwei Stunden nach Handelsbeginn befand sich der DAX, der zwischenzeitlich in negatives Terrain abgetaucht war, wieder 0,37 Prozent im Plus bei 6271 Punkten. Der MDAX verbesserte sich um 0,81 Prozent auf 10.171 Zähler, der TecDAX gewann bisher 0,48 Prozent auf 735 Stellen hinzu. 

SAP und MAN legen zu – Deutsche Bank schwach

Überzeugend entwickelte sich heute im DAX unter anderem die Aktie von SAP, die vom positiven Zahlenwerk des Konkurrenten Oracle profitierte und um 1,3 Prozent auf 47,28 Euro nach oben ging. Daneben erholten sich Adidas um ansehnliche 1,4 Prozent auf 58,65 Euro. MAN gewannen 1,6 Prozent auf 81,52 Euro hinzu. Hier stützte die Erwartung weiterer Anteilskäufe durch den Großaktionär Volkswagen den Kurs. 

Gemieden wurden hingegen weiterhin die Finanzwerte, was insbesondere auf die Entwicklung bei den spanischen und italienischen Bonds zurückzuführen sein dürfte. Commerzbank gaben bisher 0,2 Prozent auf 1,36 Euro ab, Allianz verbilligten sich um 0,3 Prozent auf 73,70 Euro; die Aktie der Deutschen Bank ging um 1,3 Prozent auf 27,80 Euro nach unten – und war damit vorerst der schwächste Wert im DAX.
Empfehlen

Jetzt Ordern »

      
Verfasst am 19.06.2012 um 12:18, Autor: EMFIS


schließen