DAX schrammt weiter nach unten - Deutsche Bank und Infineon knicken ein

Händler erklärten, dass sich insbesondere auch die technische Verfassung des Leitindex DAX zunehmend eintrübe. Vor diesem Hintergrund würden die Marktteilnehmer derzeit ausgesprochen empfindlich auf weitere schlechte Nachrichten reagieren, auch wenn diese angesichts der ohnehin schwierigen Rahmenbedingungen eigentlich kaum noch überraschen sollten.
Gegen Mittag lag der DAX 1,95 Prozent im Minus bei 6142 Punkten. Er befand sich damit auch deutlich unter der zuletzt vielbeachteten Marke von 6200 Zählern, und erreichte zwischenzeitlich außerdem das niedrigste Niveau seit über vier Monaten. Der MDAX verlor bislang 2,13 Prozent auf 9932 Punkte; der TecDAX gab 1,66 Prozent auf 739 Stellen ab.
Deutsche Bank ex-Dividende
Insbesondere konjunktursensible Werte aller Art wurden heute im DAX in die Mangel genommen. Infineon etwa rutschten um 4,4 Prozent auf 6,11 Euro ab, ThyssenKrupp verloren weitere 3,0 Prozent auf 12,95 Euro; K+S gaben 4,5 Prozent ab. Unter den Finanzwerten verbilligten sich Deutsche Bank um 4,3 Prozent, wozu allerdings auch stark die Tatsache beitrug, dass das Unternehmen zuvor die Jahresdividende ausgeschüttet hatte. Commerzbank gaben 1,4 Prozent auf 1,32 Euro ab.
Das Papier von MAN konnte sich mit einem Kursplus von bisher 4,1 Prozent auf 80,58 Euro als einziger Wert dem Abwärtsdruck entgegenstemmen. Hier stimulierte die Hoffnung, dass Volkswagen bald weitere Anteile an dem Konzern erwerben könnte. Die Volkswagen-Aktie selbst gab dagegen 2,5 Prozent auf 125,85 Euro ab, BMW verloren 3,0 Prozent auf 59,26 Euro und Daimler 3,3 Prozent auf 36,21 Euro.
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