Marktbericht Asien: Draghi-Kater in Asien

EZB-Chef Mario Draghi hat angekündigt, dass in den nächsten Wochen neue Maßnahmen ausgearbeitet werden sollen. Konkrete Maßnahmen wurden jedoch nicht präsentiert, obwohl die Hoffnung darauf die Kurse in den letzten Tagen nach oben katapultiert hatte.
Japan: Sony und Sharp im Fokus
Der Nikkei 225 fiel heute um 1,1 Prozent auf 8.555 Stellen. Der Leitindex wurde vor allem von den Schwergewichten Sharp und Sony heruntergezogen, nachdem beide Unternehmen enttäuschende Quartalszahlen präsentiert hatten. Der Kurs von Sharp brach um 28,1 Prozent ein, während sich die Anteilsscheine von Sony um 6,9 Prozent verbilligten. Da Nippon Sheet Glass die Absatzprognose für dieses Jahr um 5 Prozent gesenkt hat, fiel der Kurs um 14,3 Prozent ab. Weitere Verlierer waren Pioneer (- 7,0 Prozent), Sojitz (- 6,7 Prozent) und Furukawa Electric (- 6,3 Prozent). Besser als erwartete Zahlen lieferte Toyota, doch erst nach Börsenschluss. Im Vorfeld legte der Kurs 0,7 Prozent zu. Im Nikkei stand Tepco mit einem Plus von 9,2 Prozent an der Spitze, gefolgt von Aozora Bank (+ 4,6 Prozent) und Konami (+ 4,4 Prozent).
Hongkong: Immobiliengerüchte zurückgewiesen
Der Hang Seng Index korrigierte heute 0,7 Prozent auf 19.690 Zähler. Da die jüngsten Medienspekulationen über eine strengere Reglementierung des Immobiliensektors von Regierungskreisen dementiert wurden, konnten sich Werte aus diesem Sektor wieder erholen. Zu den Gewinnern gehörten Sands China (+ 4,2 Prozent), China Coal Energy (+ 4,1 Prozent) und ZTE (+ 2,3 Prozent). Bei Aktien, die während der jüngsten Rallye stark zugelegt hatten, kam es heute zu Gewinnmitnahmen. So fiel der Kurs von PetroChina um 1,8 Prozent. Auf der Verliererliste standen zudem Air China (- 2,8 Prozent), Jiangxi Copper (- 2,3 Prozent) und Li & Fung (- 2,2 Prozent).
China im Plus
Der chinesische Shanghai Composite stieg um 1,0 Prozent auf 2.133 Zähler. Indiens Sensex steht aktuell 0,1 Prozent im Minus auf 17.198 Stellen. In Thailand verschlechterte sich der SET derweil um 0,3 Prozent auf 1.197 Punkte. Der taiwanische TAIEX korrigierte 0,7 Prozent auf 7.217 Zähler. Südkoreas Kospi fiel um 1,1 Prozent auf 1.849 Stellen.
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