Freitag, 24.05.2013 - aktualisiert um 15:00 MEZ
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Furcht vor der eigenen Courage? I wo! Asiens Anleger setzen darauf, dass US-Fed und EZB in den nächsten Tagen schwere Geschütze in Stellung bringen werden.

Die Aussicht auf ein Anleiheankaufprogramm der EZB hatte bereits am Vortag für Kauflaune gesorgt. Und tatsächlich verdichten sich immer mehr die Anzeichen, dass Europa bald die Notenpresse anwirft, um sich aus der Krise zu inflationieren: Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge drängen einige EU-Schwergewichte wie zum Beispiel Frankreich und Italien darauf, dem geplanten Rettungsschirm ESM unbegrenzte EZB-Kredite zur Verfügung zu stellen. Der ESM könnte dann die Anleihen kriselnder Staaten aufkaufen, um deren Zinsen niedrig zu halten. Auch die renitente deutsche Regierung wird derzeit mit starken Worten wie zum Beispiel von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker auf Kurs gebracht. Dass US-Finanzminister Timothy Geitner selbst Wolfgang Schäuble im Urlaub heimgesucht hat, ehe er nach Frankfurt weiterreiste, spricht dafür, dass eine konzertierte Aktion erwogen wird. Allerdings dürfte die US-Fed ihr Pulver vorerst noch trocken halten, da QE3 für sie die letzte verbliebene Option darstellt. Obwohl die Vorgaben aus den USA eher mäßig waren, gaben sich Asiens Anleger heute optimistisch. Unter anderem konnten Rohstoffwerte und Exportunternehmen profitieren. Nur China schwächelte – der Shanghai Composite fiel auf den tiefsten Stand seit März.

Japan: Schlechtester Juli seit fünf Jahren

Der Nikkei 225 stieg heute um 0,7 Prozent auf 8.695 Stellen. In diesem Monat fiel der Leitindex jedoch um 3,5 Prozent. Nachdem Canon den zweiten Aktienrückkauf innerhalb von zwei Monaten angekündigt hatte, stieg der Kurs um 5,8 Prozent. Mitsubishi Electric konnte derweil besser als erwartete Quartalszahlen präsentieren und legte 3,3 Prozent zu. Als bekannt wurde, dass der kriselnde Chiphersteller Renesas sich neue Kredite sichern konnte, verzeichnete der Aktienkurs ein Plus von 16,4 Prozent. Elektronikriese Panasonic gab nachbörslich bekannt, dass der Gewinn im Juniquartal fast versiebenfacht wurde. Bereits im Vorfeld war der Aktienkurs bereits um 4,6 Prozent geklettert. Weitere Gewinner waren Advantest (+ 7,3 Prozent), Tepco (+ 6,5 Prozent) und NEC (+ 6,1 Prozent). Auf der Verliererseite befanden sich hingegen Chubu Electric Power (- 5,8 Prozent), FANUC (- 4,1 Prozent) und Aozora Bank (- 3,7 Prozent).

Hongkong: Bankenwerte gefragt

Der Hang Seng Index legte heute 1,1 Prozent zu auf 19.797 Zähler. Im Monatsvergleich stieg der Leitindex um 1,8 Prozent. Die negativen Auswirkungen der zahlreichen Gewinnwarnungen chinesischer Konzerne wurden unter anderem vom Kursgewinn von HSBC kompensiert. Die Anteilsscheine der stark gewichteten Großbank verteuerten sich um 0,6 Prozent. Auch andere Werte aus der Finanzbranche waren gefragt. Darüber hinaus stiegen die Kurse von Immobilien- und Rohstoffkonzernen. Zu den Spitzenreitern gehörten Hang Lung Properties (+ 3,7 Prozent), China Coal Energy (+ 3,5 Prozent) und die China Construction Bank (+ 3,3 Prozent). Zu Kursverlusten kam es hingegen bei Zoomlion Heavy Industry (- 2,5 Prozent), China Unicom (- 2,4 Prozent) und Cathay Pacific (- 1,1 Prozent).

Es grünt so grün...

Südkoreas Kospi stieg um 2,1 Prozent auf 1.882 Punkte. Der taiwanische TAIEX verbesserte sich derweil um 1,6 Prozent auf 7.270 Zähler. Indiens Sensex steht aktuell 0,5 Prozent im Plus auf 17.236 Stellen. In Thailand kletterte der SET um ebenfalls 0,5 Prozent auf 1.199 Punkte. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,3 Prozent auf 2.104 Zähler.
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Verfasst am 31.07.2012 um 13:26, Autor: EMFIS
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