Marktbericht: Asiens Börsen eher schwach - China kratzt am 6-Monats-Hoch

Relativ gut vom Geschehen abkoppeln konnten sich die inner-chinesischen Börsen, wo sich die von vielen Anlegern immer noch kaum bemerkte Erholung fortsetzte. Der CSI 300 Index etwa erreichte heute bereits wieder das höchste Niveau seit Mitte November 2011.
Immobilienwerte in Hongkong unter Druck
In Hongkong gab der Hang Seng Index heute 0,8 Prozent auf 21.086 Zähler ab. Immerhin blieb der Index damit aber konstant oberhab der 21.000-Punkte-Linie, und schaffte auf Wochensicht ein Kursplus von 1,7 Prozent. Gemieden wurden heute vor allem die Werte aus dem zyklischen Energiesektor. Hier verloren China Coal Energy 1,3 Prozent und China Shenhua Energy 1,5 Prozent; PetroChina rutschten um 1,9 Prozent und CNOOC um 1,3 Prozent ab. Daneben wurden die China-Immobilienwerte abverkauft, nachdem der Branchenriese China Vanke schwache April-Verkaufsdaten vorgelegt hatte. China Resources Land knickten daraufhin um 3,6 Prozent und China Overseas Land um 2,0 Prozent ein. Im Hongkong-Immobiliensektor fielen Sun Hung Kai Properties um 1,8 Prozent, nachdem der ehemalige CEO des Konzerns von den Anti-Kooruptionsbehörden verhaftet worden war. Daneben verbilligten sich Henderson Land um 1,4 Prozent; Cheung Kong stiegen dagegen um moderate 0,1 Prozent.
Taiwan legt zu – Korea geht nach unten
In Taiwan verbesserte sich der TAIEX heute um 0,5 Prozent auf 7701 Punkte, und wurde dabei insbesondere von den Titeln aus dem Halbleitersektor nach oben gehebelt. Hier verteuerten sich Inotera um 3,9 Prozent und Nanya Technology um 6,9 Prozent, nachdem beide Gesellschaften erfreuliche April-Umsatzdaten vorgelegt hatten. Taiwan Semiconductor Manufacturing gaben dagegen 1,5 Prozent ab.
In Korea fiel der Kospi heute um 0,3 Prozent auf 1989 Zähler, wobei unter den zuletzt deutlich gestiegenen Marktschwergewichten Samsung Electronics um 2,9 Prozent und Hyundai Motors 3,2 Prozent korrigierten. Dagegen legten SK Hynix 3,3 Prozent zu, nachdem das Unternehmen erklärt hatte, kein Gebot für den insolventen japanischen Chip-Produzenten Elpida abgeben zu wollen.
China bleibt der Outperformer
In China stieg der Shanghai Composite Index um weitere 0,5 Prozent auf 2452 Punkte. Der indische Sensex ging dagegen bisher um 1,7 Prozent nach unten auf 16.853 Zähler; Thailands SET lag zuletzt 1,0 Prozent im Minus bei 1228 Stellen.
In Japan fand heute erneut kein Handel statt.
Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag „China-Aktien – wirklich alles Schrott?“ auf www.emfis.de .
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