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© China Petroleum & Chemical Corporation
Der zweitgrößte chinesische Mobilfunkkonzern China Unicom konnte im ersten Quartal seinen Nettogewinn vervielfachen. Obwohl die Analystenprognose beim Gewinn knapp verfehlt wurde, ist der Umsatz überraschend gut ausgefallen.

China Unicom hat den Nettogewinn im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 594 Prozent auf 1,0 Milliarden Yuan (159 Millionen US-Dollar) gesteigert. Allerdings hatten Analysten bei einer Umfrage von Bloomberg im Schnitt einen Gewinn von 1,1 Milliarden Yuan erwartet.

Der Umsatz legte 25 Prozent zu auf 61,2 Milliarden Yuan. Dieser Wert war wiederum höher, als die Analystenprognose von 56,6 Milliarden Yuan. Der monatliche Durchschnittsumsatz pro Kunde, in der Telekom-Branche ein wichtiger Rentabilitätsindikator, belief sich auf 47,70 Yuan.

Die Gesamtkundenzahl von China Unicom betrug 209,5 Millionen, verglichen mit 667,2 Millionen Kunden beim Branchenprimus China Mobile. Die Anzahl der 3G-Kunden belief sich Ende März auf 48,9 Millionen. Dass China Unicom vor allem das Smartphone-Geschäft forciert, lässt sich daran erkennen, dass die 3G-Kunden dort einen Anteil von etwa 20 Prozent haben. Bei China Mobile liegt ihr Anteil unter 10 Prozent.

Datentarife kompensieren Handysubventionierung

Zwar bleibt 3G bei China Unicom auch weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber, doch die Dynamik scheint nachzulassen. Als möglicher Grund gilt, dass das bislang exklusive iPhone nun auch vom Konkurrenten China Telecom angeboten wird. Im ersten Quartal konnte China Unicom 8,84 Millionen neue 3G-Kunden hinzugewinnen – verglichen mit den vergangenen Werten ein schwacher Zugewinn.

Ein weiterer Belastungsfaktor sind die hohen Handy-Subventionierungskosten für Neukunden. Die Ausgaben für diesen Posten sind im ersten Quartal annualisiert um 3,9 Prozent auf 1,98 Milliarden Yuan angestiegen. Allerdings konnte die gestiegene Nachfrage nach speziellen Datentarifen dies wieder wettmachen.

Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag "China Unicom erhöht Investitionsausgaben" auf www.emfis.de .
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Verfasst am 25.04.2012 um 13:44, Autor: EMFIS
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