Donnerstag, 23.05.2013 - aktualisiert um 13:08 MEZ
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Allianz SE
Der Versicherer Allianz hat Probleme mit seiner 2009 gegründeten Bankentochter. "Mit der Allianz-Bank sind wir sicher nicht zufrieden", sagte Markus Rieß, Vorstandschef der Allianz Deutschland AG, der Tageszeitung Die Welt.

Die Allianz hatte die Tochter nach dem Verkauf der Dresdner Bank ins Leben gerufen, um weiterhin Bankprodukte über ihre Vertreter zu vertreiben. Bei der Allianz-Bank sind allerdings nach wie vor keine schwarzen Zahlen in Sicht. "Das war für 2014 geplant, aber das werden wir ganz sicher nicht erreichen, wann das gelingen wird, hängt nicht zuletzt vom Marktumfeld ab", sagte Rieß.

Die Allianz-Bank hatte rund 350.000 Kunden übernommen, die die Allianz-Vertreter in den Jahren zuvor für die Dresdner Bank angeworben hatten. "Die strategische Überlegung hinter der Idee halte ich weiterhin für tragfähig: Die Vertreter sollen Kunden, die sie eng an sich binden wollen, auch einfache Bankprodukte anbieten können", sagte Rieß. "Allerdings muss man zugestehen, dass wir bisher nicht die Erfolge haben, die wir uns davon versprochen hatten."

Der Deutschlandchef führt dies zumindest teilweise auf das schwierige Marktumfeld zurück. Nun habe man nachgesteuert und die Kosten noch einmal gesenkt. Dies zeigt nach Rieß' Angaben auch erste Erfolge: "Ich gehe weiter davon aus, dass wir im Jahr 2013 im Banksegment, zu dem auch die Oldenburgische Landesbank zählt, eine schwarze Null erreichen werden." Aber dies gilt eben noch nicht für die eigens gegründete Allianz-Bank.

Rieß erhöht nun den Druck auf die Sparte. Von einem Ende des Experiments Allianz-Bank will er allerdings zumindest derzeit noch nichts wissen. "Momentan würde ich das nicht sagen", sagte der Deutschlandchef. "Aber wir brauchen nachhaltigen Erfolg." Noch sei er optimistisch, dass das gelinge.
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Verfasst am 10.07.2012 um 04:49, Autor: dj
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