BASF überrascht mit positivem Ausblick
BASF SE

Auch für das erste Halbjahr prognostizieren die Ludwigshafener noch weniger Umsatz und Gewinn als im Vorjahr. Der Trend des dritten Quartals habe sich fortgesetzt. Die Kunden bestellten weiter vorsichtiger und bauten Vorräte ab, weil sie auf niedrigere Preise hofften, beschrieb der Konzern die aktuelle Lage.
Zur Jahresmitte rechnet BASF aber wieder mit einer Belebung der Konjunktur. "Wir rechnen damit, dass das weltweite Wirtschaftswachstum nach einem moderaten Start im Jahresverlauf 2012 wieder anziehen wird", sagte Vorstandsvorsitzender Kurt Bock. Rückenwind erwartet BASF auch von der Wiederaufnahme der Erdölproduktion in Libyen und durch steigende Mengen im Chemiegeschäft. Mit positiven Impulsen rechnet BASF auch weiter aus den Schwellenländern.
2011 hat BASF erneut mit einem Rekord bei Umsatz und Ergebnis abschließen können. Die Erlöse legten noch um gut 15 Prozent auf 73,5 Milliarden Euro zu, der operative Gewinn (EBIT) kletterte noch um gut ein Zehntel auf 8,6 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis verbesserte sich sogar um gut ein Drittel auf 6,2 Milliarden Euro. Der hohe Anstieg war zum Teil auf Sondererträge zurückzuführen, die BASF für den Verkauf ihrer K+S-Aktien und als Ausgleichszahlung aus der Einbringung des Styrolkunststoffgeschäfts in das Joint Venture Styrolution erhalten hatte.
Wegen des guten Abschneidens im Gesamtjahr will BASF die Aktionäre mit einem kräftigen Dividenenanstieg erfreuen. Je Anteilschein sollen 2,50 Euro ausgeschüttet werden. Im vergangenen Jahr waren es 2,20 Euro.
Im vierten Quartal war das Wachstum bei BASF dank durchgesetzter Preiserhöhungen im Chemiegeschäft weiter hoch. Die Erlöse legten um 10 Prozent auf 18 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn (EBIT vor Sondereinflüssen) zeigte allerdings deutliche Spuren der schwächeren Nachfrage und fiel um 14 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zurück. Im Öl- und Gasgeschäft machte sich die im Vergleich zum Vorjahr geringere Ölproduktion in Libyen bemerkbar. Die Ausgleichzahlung aus dem Joint Venture Styrolution bescherte BASF im Schlussquartal einen unerwartet hohen Nettogewinn von 1,13 Milliarden Euro.
Mit den Zahlen erfüllte BASF die Erwartungen der Analysten. Teilweise lagen sie sogar über den Schätzungen.
Die Analysten der DZ-Bank sprechen mit Blick auf die BASF-Geschäftszahlen 2011 von einem positiven vierten Quartal, unter Berücksichtigung einer lagerabbaubedingt ungewöhnlich niedrigen Nachfrage. Überrascht zeigen sich die Experten vom positiven Ausblick sowohl für die Weltkonjunktur als auch für BASF selbst. Höher als vom Markt erwartet sei zudem der Dividendenvorschlag ausgefallen.
Die BASF-Aktie legt vorbörslich um 2,2 Prozent zu.
- Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires;
+49 (0)69 29 72 51 10, unternehmen.de@dowjones.com
Empfehlen
Matrix Schnellsuche
| 73,350 EUR | -1,13% |
ANZEIGE









































