Montag, 20.05.2013 - aktualisiert um 08:30 MEZ
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EADS N.V.
Der US-Flugzeugbauer Boeing hat seine Langzeitprognose für den globalen Flugzeugmarkt angehoben. In den kommenden 20 Jahren rechnet der Konzern im zivilen Bereich mit einer Nachfrage nach 34.000 Maschinen. Der Markt dürfte damit ein Gesamtvolumen 4,5 Billionen US-Dollar erreichen - das ist gut eine halbe Billion mehr, als die Boeing Co noch vor einem Jahr prognostiziert hatte. Hier hatte die Prognose für den Absatz bei 33.500 Maschinen gelegen.

"Der Flugzeugweltmarkt ist breiter, tiefer und diversifizierter als wir je gesehen haben", sagt Boeing-Vizepräsident Randy Tinseth bei einer Präsentation in London. Tinseth warnte allerdings auch angesichts der schwachen Volkswirtschaften in Europa und der Abkühlung des weltweiten Geschäfts mit Luftfracht vor möglichen Schwierigkeiten.

Insgesamt werde der Luftverkehr in Zukunft aber schneller wachsen als die Weltwirtschaft, erwartet der Konzern aus Chicago. Für das restliche Jahr geht Boeing von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent aus, langfristig werde das Wachstum bei 3,2 Prozent pro Jahr liegen. Das werde dazu führen, dass 4 Prozent mehr Menschen jedes Jahr ins Flugzeug steigen und der Luftverkehr insgesamt um 5 Prozent zulege, hieß es in der neuen Prognose. Damit werde sich der Luftverkehr in den kommenden 20 Jahren trotz der kurzfristigen Unsicherheit verdoppeln.

Von den erwarteten Bestellungen dürften 41 Prozent dafür gedacht sein, ältere Spritschlucker zu ersetzen. Mit gut einem Drittel dürften die meisten Aufträge aus der Region Asien-Pazifik inklusive China und Indien kommen, die zweitstärkste Nachfrage wird in Europa gesehen, die drittstärkste in Nordamerika. Aus dem Nahen Osten erwartet Boeing nun 6 Prozent weniger Aufträge als noch vor einem Jahr.

Der Löwenanteil der Bestellungen dürfte auf Maschinen mit nur einem Gang entfallen, wie die Boeing 737 oder der A320 des europäischen Konkurrenten Airbus.

Deutlich stärker als bislang erwartet dürften aber Maschinen mit zwei Gängen gefragt sein, beispielsweise die Boeing 777, 767 und der 787 Dreamliner. Hier erwartet Boeing mit 7.950 Auslieferungen 8,5 Prozent mehr als zuvor.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
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Verfasst am 03.07.2012 um 11:42, Autor: dj
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