Dienstag, 21.05.2013 - aktualisiert um 09:02 MEZ
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© Commerzbank AG
Die Commerzbank plant laut einem Zeitungsbericht noch in diesem Herbst eine milliardenschwere Kapitalerhöhung. Vorstandsvorsitzender Martin Blessing wolle neue Aktien im Volumen von mindestens 5 Mrd EUR am Markt verkaufen und damit den Staat zum Teil ausbezahlen, schreibt das "Handelsblatt" (Freitagausgabe) und beruft sich dabei auf Finanzkreise. Voraussetzung sei, dass die Stimmung an der Börse gut sei und sich der Aktienmarkt insgesamt stabil zeige.

Die Commerzbank hole sich für die Kapitalerhöhung bereits Rat bei Investmentbanken, hieß es. In der Bank selber bespreche bisher aber nur der engste Zirkel um Blessing das delikate Thema. Noch seien außer dem Wunschtermin Herbst keine weiteren Details festgelegt. Blessing reagiere mit den Plänen auch auf den Druck aus Berlin. In den vergangenen Tagen und Wochen forderten Koalitionspolitiker offen, aus der Commerzbank wieder auszusteigen.

"So schnell wie möglich" wolle er den Staatsrückzug erreichen, sagte auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Die Commerzbank war im Verlauf der Finanzkrise in Schieflage geraten. Der Staat musste die Bank mit insgesamt mehr als 18 Mrd EUR vor dem Untergang bewahren. Seitdem ist die Bundesregierung über den Bankenrettungsfonds Soffin mit 25% an der Commerzbank beteiligt.

Das Plazet zu Kapitalmaßnahmen hatte sich die Commerzbank AG, Frankfurt, auf der Hauptversammlung im Mai geholt. Bei der Vorlage der Quartalszahlen Anfang August hieß es, es gebe noch keine konkrete Planung für Kapitalmaßnahmen. Diese Aussage gelte weiterhin, sagte ein Sprecher der Bank Dow Jones Newswires am Freitagmorgen.
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Verfasst am 27.08.2010 um 04:30, Autor: dj
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