Montag, 20.05.2013 - aktualisiert um 22:42 MEZ
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© Deutsche Post AG
Die Deutsche Post AG verhandelt mit der Gewerkschaft Ver.di über Einschnitte für die Mitarbeiter im Briefversand. "Wir haben uns bereits vor einigen Tagen mit Vertretern von Ver.di zusammengesetzt. Das nächste Gespräch dazu findet im Januar statt", sagte Postvorstand Jürgen Gerdes der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe).

Ziel des Managements ist es, die Kosten deutlich zu senken. "Die Versandmengen gehen jedes Jahr um 2% bis 3% zurück. Darauf müssen wir reagieren. Wir müssen den Lohnkostennachteil, den wir gegenüber der Konkurrenz haben, ausgleichen. Das steht fest", sagte Gerdes weiter. "Klar ist für uns aber auch: Die Mitarbeiter, die heute bei uns sind, sollen bis zu ihrer Rente ohne Gehaltseinbußen bei der Post weiter arbeiten können", sagte der Manager. Veränderungen könne es vor allem bei der Arbeitszeit und den Einstiegslöhnen geben.

Parallel zur Briefzustellung der Post baut der Konzern einen zweiten Briefversand über die Billig-Tochterfirma First Mail auf. "Wir brauchen First Mail, damit wir bei Aufträgen von Kommunen und anderen öffentlichen Kunden überhaupt Angebote abgeben können", sagte Gerdes. Bei derartigen Ausschreibungen habe die Post wegen der höheren Löhne keinerlei Chancen, mit anderen Briefdiensten zu konkurrieren. First Mail arbeitet in einigen Städten in Nordrhein-Westfalen sowie in Berlin. "Wir sehen jetzt, dass wir auch bei First Mail für 9,80 EUR Stundenlohn gute Mitarbeiter bekommen können", sagte Postvorstand Gerdes.

Der Vorstand forderte gleichzeitig mehr Freiraum bei der Gestaltung des Briefportos. "Überall um uns herum steigen die Kosten. Es gibt eine, wenn auch geringe, Inflation, und nur bei der Post darf das nicht weiter gegeben werden. Das entbehrt doch wohl jeder Logik - oder?", sagte Gerdes.
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Verfasst am 26.12.2010 um 12:52, Autor: dj
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