Donnerstag, 23.05.2013 - aktualisiert um 00:17 MEZ
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EADS N.V.
Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat den Behörden im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen in Saudi-Arabien seine Kooperation zugesichert. Die britische Strafverfolgungsbehörde für schwere Betrugsdelikte Serious Fraud Office (SFO) hat eine Untersuchung gegen die in Riad angesiedelte britische EADS-Tochtergesellschaft GPT Special Project Management eingeleitet.

Im Mai hatte ein ehemaliger Angestellter das Unternehmen beschuldigt, saudi-arabische Regierungsvertreter bestochen zu haben, um an einen Auftrag über 3,3 Milliarden US-Dollar zu kommen. Die Offiziellen sollen über Mittelsmänner Autos, Schmuck und Aktenkoffer voller Geld bekommen haben.

GPT ist eine Tochtergesellschaft von Paradigm Services, die wiederum zu EADS gehört und auf Satellitenkommunikation für militärische Anwendungen spezialisiert ist.

Wir werden mit der SFO vollumfänglich und konstruktiv zusammenarbeiten", sagte ein EADS-Sprecher. "Aber im Hinblick auf die laufende Untersuchung werden wir den Fall nicht weiter kommentieren." EADS sei von der SFO über die formelle Untersuchung bei GPT in Saudi-Arabien informiert worden. GPT sei eine EADS-Tochter, die ausschließlich mit dem Verteidigungsministerium Geschäfte macht.

GPT ist nicht das erste britische Unternehmen, gegen das von der SFO wegen Unregelmäßgkeiten in Saudi-Arabien ermittelt wird. 2004 hat es eine Untersuchung gegen den Rüstungskonzern BAE Systems wegen Bestechung gegeben. Der Fall weitete sich rasch auf die Tschechische Republik, Rumänien, Südafrika und Tansania aus. BAE Systems bekannte sich 2010 der unsachgemäßen Buchführung für schuldig.

--Samuel Rubenfeld hat zu diesem Artikel beigetragen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
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Verfasst am 10.08.2012 um 13:11, Autor: dj
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