Freitag, 17.05.2013 - aktualisiert um 22:27 MEZ
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Die E.ON AG hat einen Käufer für ihr Gasnetz "Open Grid Europe" ausgewählt. Ein Konsortium um die australische Großbank Macquarie bekam für 3,2 Milliarden Euro den Zuschlag für die E.ON-Gasnetztochter Open Grid Europe, wie der Energieversorger mitteilte.

Unter Berufung auf Unternehmenskreise hatte Dow Jones Newswires bereits in der vergangenen Woche berichtet, dass E.ON die Macquarie-Gruppe auswählen würde. Dem Konsortium gehört auch der deutsche Rückversicherer Munich Re über seine Vermögensverwaltungs-Tochter MEAG Munich ERGO an. Auch die British Columbia Investment Management Corporation und Infinity Investments sind mit im Boot.

Die Transaktion soll im dritten Quartal 2012 abgeschlossen werden, teilte E.ON weiter mit. Sie sei noch abhängig von der Zustimmung des Bundeskartellamtes und des Bundesministeriums für Technologie und Wirtschaft im Rahmen des Außenwirtschaftsgesetzes.

Die Gruppe um die Australier hat sich damit gegen andere Konsortien durchgesetzt, die laut informierten Personen mit solch finanziellen Schwergewichten wie der Allianz SE und dem französischen Versorger GDF Suez SA besetzt waren.

Das Gasnetz hat bei möglichen Investoren großes Interesse geweckt, da es wegen seiner Lage mitten in Europa für den europäischen Gastransport von Ost nach West von zentraler Bedeutung ist. Für Macquarie ist es innerhalb kurzer Zeit der zweite Gasnetz-Kauf. Ende 2010 hatte die RWE AG ihr deutsches Gasnetz von 4.100 Kilometern Länge für 500 Millionen Euro an einen von Macquarie geführten Infrastrukturfonds losgeschlagen.

Für E.ON bringt der jetzige Verkauf einige Vorteile. Der Versorger kann damit seine Schulden weiter reduzieren und Bargeld einsammeln für weitere Investitionen. E.ON will vor allem in Schwellenländer wie Brasilien expandieren, wo der Energieverbrauch weit schneller steigt als in den gesättigten europäischen Kernmärkten des Energiekonzerns.

E.ON will zudem das Finanzstärkerating von "A" behalten - dafür gilt eine Nettoverschuldungsquote zum Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 3 allgemein als angemessen. Ende 2011 lag die Nettoverschuldung des Energiekonzerns bei rund 36,4 Milliarden Euro, das entsprach einer Quote von 3,9 Prozent.

Standard & Poor's Langfristrating für E.ON-Anleihen liegt bei "A", Moody's benotet

sie mit "A3".
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Verfasst am 16.05.2012 um 12:47, Autor: dj
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