Samstag, 25.05.2013 - aktualisiert um 13:53 MEZ
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Die Ratingagentur Fitch hat Europas Versicherer ein gutes Zeugnis ausgestellt: Die Branche sollte in der Lage sein, etwaige Erschütterungen nach einem hypothetischen Austritt Griechenlands aus der Eurozone zu verkraften - vorausgesetzt, das Ausscheiden erfolge geordnet.

"Das direkte Engagement der meisten europäischen Versicherer in griechischen Staatsschulden ist zu vernachlässigen", schrieb Chris Waterman, Leiter des Bereichs Versicherungen in der Region Europa, Naher Osten und Asien (EMEA) bei Fitch, in einer neuen Studie. "Ein ungeordneter Austritt Griechenlands hätte allerdings erhebliche negative Auswirkungen auf die Ratings der europäischen Versicherer: Die Kreditqualität und der Anlagewert würden angesteckt, und das würde das Kapital der Versicherer belasten."

Zwar sei das Risiko eines kurzfristigen Austritts Griechenlands aus der Eurozone nach den Wahlen vom 17. Juni gesunken. Das Land stehe aber weiterhin unter enormem Druck, und es sei nicht ausgeschlossen, dass es letztendlich nicht doch die Währungsunion verlassen müsse.

Versicherungskonzerne sind wegen ihrer umfangreichen Investitionen in Staatsanleihen grundsätzlich anfällig für jegliche Verschlechterung der Kreditqualität, des Marktwertes oder der Liquidität dieser Wertpapiere. Fitch berücksichtigt deshalb die Bonitätsnoten von Staaten in der Bewertung. Sollte ein großer Teil der von ihnen gehaltenen Wertpapiere abgestuft werden, riskieren auch die Versicherer eine Herabstufung.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
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Verfasst am 20.06.2012 um 12:46, Autor: dj
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