Fraport AG
Das Nachtflugverbot auf dem Frankfurter Flughafen und die nachlassende Nachfrage nach Luftfrachttransporten haben die Wachstumspläne des Flughafenbetreibers Fraport durchkreuzt. Im ersten Halbjahr verbesserte sich der Umsatz nur um 2,5 Prozent auf 1,154 Milliarden Euro. Das EBITDA stieg lediglich um zwei Prozent auf 365,7 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern und vor Minderheiten sank sogar um fast ein Fünftel auf nur noch 86,9 Millionen Euro. Eine Enttäuschung für den Markt, Analysten hatten etwas bessere Zahlen erwartet.

Negativ wirkte sich der Ausbau des Frankfurter Flughafens aus. Hohe Abschreibungen und weitere Investitionen drückten das Ergebnis. Steigende Passagierzahlen im In- und Ausland konnten das nicht wettmachen. Positive Einmaleffekte des Vorjahres, wie Erlöse aus dem Verkauf von Grundstücken, schränken den Vergleich mit dem Vorjahresquartal ein.

Das Management hatte diese Effekte aber bereits in seinen Ausblick eingearbeitet und bestätigte deswegen seine Erwartungen für das Gesamtjahr. Die Zahl der Passagiere soll in Frankfurt um etwas weniger als vier Prozent wachsen und den operativen Gewinn über das Vorjahresniveau heben. Wegen hoher Zinsen soll sich das Nachsteuerergebnis nicht verbessern.

Kontakt zur Autorin: kirsten.bienk@dowjones.com
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Verfasst am 08.08.2012 um 05:10, Autor: dj


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