Fresenius gewinnt bisher nur wenige Rhön-Klinikum-Aktien

Rechnet man die Rhön-Anteile von Personen aus dem Umfeld von Fresenius hinzu sowie die 12,45 Prozent, die Rhön-Gründer Münch und seine Frau an Fresenius verkaufen wollen, kommt Fresenius auf einen Anteil von zirka 15,01 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte des Krankenhausbetreibers, was etwa 20,7 Millionen Aktien entspricht.
Bis zur angepeilten Annahmeschwelle von 90 Prozent plus eine Aktie ist es somit noch ein weiter Weg. Allerdings werden bei öffentlichen Übernahmeangeboten die meisten Papiere üblicherweise erst kurz vor Angebotsende eingereicht. Die Annahmefrist läuft noch bis einschließlich 27. Juni.
Am Donnerstag hat auch der amerikanische Hedgefondsmanager John Paulson angekündigt, sein Paket von 3,65 Prozent an Rhön-Klinikum an die Bad Homburger zu veräußern. Fresenius hat sich bisher sehr zuversichtlich gezeigt, dass der Konzern die anvisierten 90 Prozent plus 1 Aktie erreichen kann. Die Hürde ist für den DAX-Konzern wichtig, um bei der fränkischen Klinikkette Handlungsfreiheit zu haben. Die Satzung des Krankenhausbetreibers sieht für alle wichtigen Beschlüssen auf der Hauptversammlung eine Mehrheit von 90 Prozent des vertretenen Kapitals vor.
Fresenius hatte den Aktionären der Rhön-Klinikum AG Mitte Mai ein freiwilliges Übernahmeangebot von 22,50 Euro je Aktie unterbreitet. Der Kaufpreis für alle ausstehenden Aktien beträgt rund 3,1 Milliarden Euro. Am Freitagnachmittag notierte die Rhön-Aktie bei 21,36 Euro.
Kontakt zum Autor: heide.oberhauser@dowjones.com
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