Gewerkschaft ver.di bereitet Streiks auf deutschen Flughäfen vor
Fraport AG

Bevor die Gewerkschaft ihre Mitglieder aber zur Niederlegung der Arbeit aufruft, will sie noch einmal mit den Arbeitgebern verhandeln. Sie bietet dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) den 21. August an.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Tarifpartner an diesem Tag tatsächlich miteinander sprechen, ist aber gering. ver.di fordert nämlich exklusive Verhandlungsrechte. Sie will nicht, dass die Deutsche Polizeigewerkschaft noch mit am Verhandlungstisch sitzt. Auch diese Gewerkschaft vertritt Sicherheitskräfte an den Flughäfen. ver.di ist allerdings der Auffassung, dass nur sie für die Flughafensicherheitskräfte zuständig ist.
Die Beschäftigten der privaten Sicherheitsfirmen arbeiten zwar im Auftrag der Bundespolizei und kontrollieren Passagiere, Gepäck und Fracht. Sie sind aber keine Polizisten.
Ende Juli hatte ver.di den Bundesverband deswegen bereits aufgefordert, die Gespräche mit der Polizeigewerkschaft zu beenden. Die damals gesetzte Frist lief heute aus. "Es gibt aber bislang kein Signal des Arbeitgebers, dass er alleine mit uns spricht", sagte verdi-Verhandlungsführer Andreas Sander. Dies sei eine Verschleppungstaktik, die die Gewerkschaft nicht hinnehmen werde.
In der inzwischen abgebrochenen Tarifrunde verhandelte ver.di mit der Tarifgemeinschaft BDSW, FraSec GmbH und FIS GmbH über einheitliche Arbeitsbedingungen an allen Flughäfen und mehr Sicherheit für die Arbeitsplätze.
Kontakt zur Autorin: kirsten.bienk@dowjones.com
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