Donnerstag, 23.05.2013 - aktualisiert um 12:14 MEZ
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Gildemeister AG
Trotz deutlicher Zuwächse bei allen wichtigen Geschäftszahlen im ersten Quartal hält die Gildemeister AG noch an ihrer Prognose für das laufende Jahr fest. Das Geschäft läuft aber so gut, dass sich Gildemeister zutraut, schon jetzt eine höhere Dividende für 2012 in Aussicht zu stellen. Deren Höhe steht aber noch nicht fest, für 2011 sollen 0,25 Euro je Aktie an die Anteilseigner gezahlt werden.

Im ersten Quartal profitierte der Bielefelder Werkzeugmaschinenhersteller von einer stabilen Konjunktur und übertraf die ohnehin schon hohen Markterwartungen. Zudem konnte das Unternehmen auf den Messen zu Jahresbeginn millionenschwere Aufträge einsammeln.

Der Auftragseingang kletterte im ersten Quartal um 36 Prozent auf 605,1 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um ein Fünftel auf 451,8 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern erreichte 10,3 Millionen Euro nach 0,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Zum Wachstum trug dabei sowohl das Kerngeschäft Werkzeugmaschinen wie auch der Bereich Industrielle Dienstleistungen bei. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten mit Gesamt-Orders von 545 Millionen, Erlösen von 433 Millionen und einem Nachsteuerergebnis von 8 Millionen Euro gerechnet.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Gildemeister. So soll der Auftragseingang erstmals die Marke von 2 Milliarden Euro überspringen, der Umsatz soll über 1,9 Milliarden Euro steigen. Beim Vorsteuerergebnis rechnen die Bielefelder mit mehr als 100 Millionen Euro, der Jahresüberschuss soll 65 Millionen Euro übertreffen.

Zwar schließt Gildemeister eine Abschwächung der südeuropäischen Märkte nicht aus. Die weiterhin gute Entwicklung in den asiatischen Märkten sowie in Osteuropa und Amerika soll dies aber kompensieren.

Am Aktienmarkt kommen insbesondere die dick gefüllten Auftragsbücher gut an. "Besonders positiv ist der unerwartet hohe Auftragseingang", sagte Lampe-Bank-Analyst Gordon Schönell. Dies werde auch in den kommenden Vierteljahren für eine ordentliche Auslastung bei dem Maschinenbauer sorgen. "Vor diesem Hintergrund erscheint die Guidance für das Gesamtjahr als zu konservativ." Schönell empfiehlt die Gildemeister-Aktie zum "Kauf", als Kursziel sieht er 16 Euro.

Ihre Kooperation mit dem japanischen Partner Mori Seiki will die Gildemeister AG im laufenden Geschäftsjahr auf alle europäischen Märkte und auf den größten Absatzmarkt China ausweiten. "Unsere Kunden profitieren von der Stärkung des europäischen Geschäfts durch die gemeinsame Vertriebs- und Servicezentrale in der Schweiz", hieß es von Seiten des Unternehmens.

Gildemeister beschäftigt derzeit 6.259 Mitarbeiter, das sind 227 Beschäftigte mehr als zum Jahresende.

- Von Ursula Quass und Matthias Goldschmidt, Dow Jones Newswires,

+49 (0)69 29725 110, ursula.quass@dowjones.com
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Verfasst am 08.05.2012 um 06:17, Autor: dj
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