Dienstag, 21.05.2013 - aktualisiert um 23:36 MEZ
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An den europäischen Aktienmärkten treten die Kurse zu Wochenbeginn auf der Stelle. Die schwachen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag wirken noch nach und halten die Börsen in Zaum. Zudem gibt am Abend der Aluminiumkonzern Alcoa den Startschuss für Quartalsberichte der US-Unternehmen. Am Freitag folgen die Banken J.P. Morgan und Wells Fargo, was die Zurückhaltung verstärkt. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt im frühen Handel 0,1 Prozent auf 2.239 Punkte, der DAX gibt um 0,1 Prozent auf 6.405 Zähler nach.

Schwache Auftragszahlen aus Japan

Die weltweite konjunkturelle Lage bleibt kritisch. "Die Auftragszahlen aus Japan zeigen, wohin die Reise geht", sagt ein Händler. Die japanischen Maschinenbauaufträge sind Mai im Vergleich zum April um fast 15 Prozent eingebrochen. Das ist der größte Rückgang seit 2005. Erwartet wurde ein Minus von lediglich 2,6 Prozent. Der nachlassende Preisdruck in China ist ebenfalls ein Warnsignal. Die rückläufige Inflation sei Ausdruck konjunktureller Schwäche. Der Konsum könne die starken Exportrückgänge in dem Land nicht auffangen, meint Analyst Heino Ruland von Ruland Research. "Alles in allem dominieren schlechte Nachrichten die Märkte und sorgen für schlechte Stimmung", stellt Kintai Cheung von der Crédit Agricole fest

Der Euro stabilisiert sich etwas und steigt über 1,23 Dollar. Mehr als eine Gegenreaktion auf die vorherigen Verluste ist dies aber nicht. Vor dem Gipfel der EU-Finanzminister am Nachmittag gebe es einige Glattstellungen, meint Devisenhändler Atsushi Hirano der Royal Bank of Scotland. Groß sind die Erwartungen an das Treffen freilich nicht. "Die Politik hat die Hoffnungen auf sichtliche Fortschritt bereits gedämpft. Es besteht die Gefahr, dass die Gegensätze noch deutlicher werden", sagt Mike Jones, Devisenexperte der Bank of New Zealand. In der vergangenen Woche hat Finnlands Regierung gedroht, eher aus dem Euro aussteigen zu wollen, als für die Schulden anderer Eurostaaten zu haften.

BMW bleibt auf Wachstumskurs

Zumindest BMW bleibt ungeachtet aller Konjunktursorgen auf Wachstumskurs. Der Premiumautobauer BMW stockt die Investitionen in seine MINI-Produktion in Großbritannien noch einmal auf. Bis 2015 will der Münchener Automobilkonzern zusätzlich 250 Millionen Britische Pfund Sterling investieren. Der DAX-Konzern will die Verkäufe des Livestyle-Kleinwagens steigern und plant mittelfristig mit bis zu zehn verschiedenen Modellen. Die Aktie legt um 0,1 Prozent auf 56,47 Euro zu.

Merck verliert die Geduld

Weniger Geduld als die Politik zeigen die Unternehmen mit den verschuldeten Südstaaten der Eurozone. Merck erhöht den Druck auf die portugiesische Regierung im Streit um offene Rechnungen. Der Pharmakonzern droht, künftige Forschungsprojekte mit einem Volumen in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe abzuziehen, wenn die staatlichen Krankenhäuser sich nicht an bereits getroffene Abmachungen zur Schuldentilgung halten. Die Aktie gewinnt 0,1 Prozent auf 78,64 Euro.

Metro mit Aussagen zur Euro-Krise unter Druck

Eine große Gefahr für das Geschäftsklima in Deutschland sieht der Metro-Vorstandsvorsitzende Olaf Koch in der Eurokrise. "Die Euro-Krise verdirbt den Deutschen die Kauflust. Wir rechnen beim Konsum in diesem Jahr bestenfalls noch mit einem kleinen Plus. Das hat deutliche Auswirkungen auf unser Geschäft. Wir gehen aber davon aus, dass die Euro-Zone stabilisiert wird. Der Euro ist nach wie vor ein Segen für Europa." Die Anteilsscheine des Handelskonzerns stürzen als DAX-Schlusslicht um 4 Prozent auf 20,92 Euro ab.

Analaysen sorgen für Kursveränderungen

Die Analysten der UBS raten Anlegern, die Aktie von Deutz zu verkaufen. Sie begründen dies mit schlechten Nachrichten aus dem Baumaschinen-Sektor. Die Aktie gibt um 4 Prozent auf 3,82 Euro nach. Dagegen profitieren die Aktien von Rhön-Klinikum von einer Kaufempfehlung durch equinet. Sie steigt um ein Prozent auf 16,87 Euro.

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 18.30 Uhr

EUR/USD 1,2298 +0,3% 1,2264 1,2282

EUR/JPY 97,9624 +0,3% 97,6850 97,7721

EUR/CHF 1,2012 +0,0% 1,2012 1,2010

USD/JPY 79,6600 +0,0% 79,6570 79,6100

GBP/USD 1,5497 +0,1% 1,5479 1,5472

Kontakt zum Autor: michael.fuchs@dowjones.com
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Verfasst am 09.07.2012 um 07:52, Autor: dj
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