Merck KGaA will Konzern umbauen und Stellen streichen
Merck KGaA

Vor allem die kränkelnde Pharmasparte Merck Serono, die den Löwenanteil zu den Konzernerlösen beisteuert, dürfte der Konzern bei seinen Sparanstrengungen aber im Blick haben. Die Sparte, die aus der Fusion mit dem Schweizer Biotechkonzern Serono 2007 hervorging, kämpft mit zuviel Bürokratie und Komplexität. Nach mehreren Mißerfolgen in der Arzneimittelentwicklung hatte Merck Anfang 2011 die Leitung der Pharmasparte in neue Hände gelegt. Vom US-Konzern Merck & Co kam Stefan Oschmann, der den glücklosen Elmar Schnee ersetzte. Auch andere Spitzenmanager wurden mittlerweile ausgetauscht.
Laut Merck soll nun im Gesamtkonzern bis Ende 2013 eine neue Führungsorganisation aufgebaut werden. Ziel sei es, die Organisationsstruktur zu straffen, um sie leichter steuerbar zu machen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Im Klartext dürfte das unter anderem bedeuten, dass Länderchefs Kompetenzen abgeben und Managementebenen wegfallen. Zudem sollen Effizienzsteigerungsmaßnahmen das Unternehmen wieder auf Kurs bringen. Die Geschäftsaktivitäten in Pharma und Chemie will Merck enger miteinander verzahnen. Mit einer langfristigen Wachstumsstrategie will sich der Konzern dann für die Zukunft wappnen.
Die Implementierung einer neuen Führungsorganisation sei bereits angelaufen, erklärte der Konzern.
-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires
+49 (0)69 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com
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