MTU stockt Anteil an Triebwerkkonsortium für 200 Mio EUR auf
MTU Aero Engines Holding AG

"Unsere Anteilserhöhung am V2500-Programm ist für uns ein wichtiger Baustein um mindestens das Umsatzziel von sechs Milliarden Euro bis 2020 zu erreichen", sagte MTU-Vorstandsvorsitzender Egon Behle.
Innerhalb der Allianz IAE entwickelt und fertigt der Münchner Konzern gemeinsam mit Pratt & Whitney und Japanese Aero Engines Corporation das V2500-Triebwerk. Das Triebwerk wird in den Airbus-Flugzeugen A319, A320 und A321 sowie Boeing/McDonnell Douglas MD-90 eingesetzt und ist für MTU nach eigenen Angaben nach wie vor das wichtigste zivile Triebwerk.
Bereits 2012 rechnet MTU durch die Anteilsaufstockung mit zusätzlichen Umsätzen von etwa 100 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) werde von den einmaligen Kosten des Kaufs nur wenig beeinflusst. In den kommenden Jahren rechne MTU jedoch mit wachsenden Ergebnisbeiträgen.
Die aktuelle Jahresprognose verändere sich durch den Anteilskauf jedoch nicht. Nach wie vor gehe der Konzern von einem Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Beim bereinigten Nettogewinn peile MTU unverändert eine Spanne von 10 bis 12 Prozent an.
MTU hat die Anteile an dem Konsortium IAE von dem US-Luft- und Raumfahrtunternehmen Pratt & Whitney gekauft. Die Amerikaner hatten zuvor 33,5 Prozent von dem britischen Triebwerkhersteller Rolls-Royce übernommen, der damit komplett aus der Allianz ausgestiegen ist. Der Anteil der Amerikaner an dem Konsortium zum Bau von Triebwerken steigt durch die Transaktion auf insgesamt 61 Prozent, wie der MDAX-Konzern mitteilte.
Finanziert hat MTU den Anteilskauf durch eine Anleihe über 250 Millionen Euro, die das Unternehmen bereits Mitte Juni platziert hatte.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
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