Montag, 20.05.2013 - aktualisiert um 08:30 MEZ
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Siemens AG
Der scharfe Wettbewerb im Handygeschäft macht Nokia noch mehr Schwierigkeiten. Im ersten Quartal lief es für den angeschlagenen finnischen Konzern in der Kernsparte "Devices + Services" schwächer als bereits befürchtet. Für das zweite Quartal erwartet Nokia zudem keine Besserung. Die Aktie bricht am frühen Nachmittag um rund 18 Prozent auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren ein.

Insbesondere in den wichtigen Schwellenmärkten Indien, dem Nahen Osten und China kommt Nokia nicht gegen die Konkurrenz an. Auch die breit aufgestellte Allianz mit Microsoft bei Smartphones zündet offenbar nicht. Von dem jüngst eingeführten Lumia, das mit einem Microsoft-Betriebssystem läuft, wurden nur etwas mehr als 2 Millionen Exemplare verkauft. Im November war das Gerät auf den Markt gekommen.

Nokia hatte zu lange auf konventionelle Mobiltelefone gesetzt und den Boom der Smartphones verschlafen.

Das Segment "Devices + Services" erzielte im Zeitraum von Januar bis März eine negative operative Marge von 3 Prozent, wie Nokia mitteilte. Zuvor war Nokia stets von einem Breakeven mit einer möglichen Schwankung von 2 Prozentpunkten in die eine oder andere Richtung ausgegangen. Auch im laufenden Vierteljahr wird sich die Marge voraussichtlich nicht verbessern. Sie wird auf demselben Niveau wie im Auftaktquartal erwartet.

Der Umsatz der Kernsparte brach in den ersten drei Monaten des Jahres auf 4,2 von 7,09 Milliarden Euro dramatisch ein. Die Bruttomarge sank um 4 Prozentpunkte auf knapp 25 Prozent. "Nokia liefert eine negative Überraschung nach der anderen", kommentierte ein Aktienmarkthändler die schwache Entwicklung.

Nokia will nun seine Anstrengungen erhöhen und gegensteuern. Die Verkäufe von Lumia sollen weiter angekurbelt werden, indem mehr in das Gerät investiert wird. Mit einer "taktischen" Preisgestaltung wollen die Finnen zudem für steigende Absatzzahlen bei den übrigen Mobiltelefone sorgen, bereits im zweiten Quartal sollen neue Geräte auf den Markt kommen. Überdies will der Konzern seine Sparmaßnahmen verschärfen und sich so eine bessere Kostenstruktur verschaffen. Details hierzu wurden nicht genannt.

Das Geschäft mit Handys und Smartphones ist aber nicht die einzige Baustelle. Auch der Netzwerkausrüster NSN hat weiterhin Probleme. Das Gemeinschaftsunternehmen mit der Siemens AG fuhr im ersten Quartal wegen hoher Restrukturierungsaufwendungen wie prognostiziert eine negative operative Marge von voraussichtlich 5 Prozent ein. Nokia hatte bereits im Bericht für das vierte Quartal 2011 vor einer schwankungsanfälligen Marge gewarnt und auf eine Prognose für das Gesamtjahr verzichtet.

Die vollständigen Ergebnisse für das erste Quartal und weitere Details wird Nokia am 19. April vorlegen.

-Von Matthias Goldschmidt, Dow Jones Newswires;

+49 (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com
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Verfasst am 11.04.2012 um 13:32, Autor: dj
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